PPV erzielte 2003 ein passables Ergebnis

Zuwächse vom Verpackungssektor getragen - Investitionen 2003 über jenen des Vorjahres

Wien (PWK 292) - Trotz anhaltender Konjunkturflaute hat die Papier und Pappe verarbeitende Industrie (PPV) auch 2003 mit einer Produktion auf hohem Niveau und leichten Zuwächsen ein passables Ergebnis erreicht. Abgesetzt wurden 950.000 Tonnen Papierwaren (+2,3%) im Wert von € 1,62 Mrd. (+2,1%). Dies ergibt sich aus dem soeben fertiggestellten Jahresbericht des zuständigen Fachverbandes PPV.

Die Industrie kämpfte mit einer während des Jahres wechselnden Auftragslage. Auf eine Verbesserung folgten Rückschläge , starre Arbeitszeitregelungen verhinderten eine flexible Anpassung und führten zu erhöhten Kosten für die Unternehmen.
Die Wertschöpfung blieb auch 2003 hinter dem Mengenzuwachs deutlich zurück.

Die Ausfuhren erreichten 567.000 Tonnen (+2,7%) im Wert von € 1.071 Mio (+3,3%). Die Exportquote gemessen am Wert der von der Papierverarbeitung abgesetzten Produktion, lag bei 66,3%. Die Lieferungen in den EU-Raum wuchsen um 5,2%, in die Ostländer kam es hingegen zu einem Rückgang der Ausfuhren (Menge - 2,0%, Wert - 0,3%).

Die Importe stiegen mengenmäßig um 15,5% auf 500.000 Tonnen und wertmäßig um 4,6% auf € 942 Mio. Kräftig wuchsen die Importe aus dem EU-Raum (+19,4%). Die Importe aus den Ostländern hingegen entwickelten sich unterdurchschnittlich (Wert +4,3%, Menge +7,3%). Die Importquote lag bei 58,3%.

Wieder wurden die Zuwächse vom Verpackungssektor getragen, insbesondere von der Wellpappeindustrie (+2,6%). Während im Konsumgüterbereich der Faltschachtelindustrie die Konsumflaute nunmehr deutlich durchschlug, konnte die Wellpappe-Transportverpackung im Sachgüterbereich zulegen. Der Verpackungssektor, mit einem Wertanteil von 53,7% der größte Bereich der PPV Industrie, hat insgesamt 644.000 Tonnen (+3,7%) im Wert von € 869 Mio (+1,8%) abgesetzt.

Die führenden österreichischen Verpackungskonzerne haben ihre Akquisitionspolitik fortgesetzt. In den Bereichen Faltschachteln aus Karton, flexible Verpackungen und Großsackherstellung sind mit den Packaging Divisionen von Mayr Melnhof und Frantschach österreichische Unternehmen die Marktführer in Europa.

Die Investitionen lagen 2003 über jenen des Vorjahres. € 127 Mio gingen vorwiegend in Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen im Maschinenbereich. Damit lag die Investitionsquote von etwa 7% wieder etwas über jener der gesamten Industrie (6,5%). Die Standortkriterien spielen bei Investitionsentscheidungen eine immer größere Rolle, zumal zahlreiche Unternehmen multinational tätig sind. Für 2004 ist ein Investitionsvolumen von € 144 Mio geplant.

Der Beschäftigenstand ist um 1,7% gesunken und betrug 2003 9.200 Mitarbeiter.

Für 2004 ist die PPV Industrie vorsichtig optimistisch. Sie war im ersten Quartal gut beschäftigt und erwartet eine Fortsetzung des moderaten Wachstums im laufenden Jahr.
Insbesondere die Wellpappeindustrie hatte in den ersten drei Monaten erfreuliche Zuwächse zu verzeichnen. Allerdings ist sie mit einer Verteuerungen der Wellpappe-Rohpapiere sowie Kostensteigerung bei Personal, Energie, Logistik und Transport konfrontiert. Entsprechende Preisanhebungen bei Wellpappeverpackungen werden unvermeidlich sein, verlautet aus der Wellpappeindustrie. Auch für die Hülsenindustrie sind Preiserhöhungen bei den Rohpapieren angekündigt. (hp)

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Mag. Rudolf BERGOLTH
PPV- Fachverband der Papier und Pappe
verarbeitenden Industrie Österreichs
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