Gehrer: Bildungsberatung ein Leben lang

EU will Bildungs- und Berufsberatung auf nationaler, sektoraler und regionaler Ebene stärken

Wien (OTS)- Beim heutigen informellen Treffen der EU-Bildungsminister in Dublin wurde die zentrale Rolle von Bildungs- und Berufsberatung im Zusammenhang mit dem lebenslangen Lernen hervorgehoben. Vor dem Hintergrund der Wissensgesellschaft soll die Bildungsberatung auf nationaler, sektoraler und regionaler Ebene gestärkt werden. Eine entsprechende Entschließung wird dem Rat Bildung vorgelegt, der Ende Mai in Brüssel stattfindet.

"Die Berufsorientierungsangebote an Österreichs Schulen sind spitze. Das bestätigt auch die jüngste OECD-Studie, in der insbesondere das umfassende Beratungskonzept an Österreichs Schulen, das es in dieser Form sonst nirgendwo in Europa gibt, hervorgehoben wird. Die Bildungs- und Berufsberatung ist aber nicht nur in der Schule und dem tertiären Bereich, sondern im gesamten Berufsleben von großer Bedeutung", beschreibt Bildungsministerin Elisabeth Gehrer die gemeinsamen Ziele der EU.

Österreich verfügt über ein umfassendes Beratungskonzept an den Schulen. Der verpflichtende Berufsorientierungsunterricht wird durch individuelle Beratungsangebote ergänzt, für welche an Österreichs Schulen rund 2.500 Bildungsberater zur Verfügung stehen. Für schwierige Beratungsfälle bzw. für eine vertiefende Analyse der persönlichen Stärken und Kompetenzen der Jugendlichen können zudem mit einem der 150 Schulpsychologen Beratungsgespräche geführt werden.

"Die Bildungsberatung darf allerdings nicht nach der Schule enden", so Gehrer. "Für lebenslange Information und Beratung für Bildung und Beruf benötigen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Unterstützungssysteme, um Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher sozialer Position und unterschiedlicher Bildung zu erreichen. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind dabei Kooperationen auf regionaler Ebene sowie die in Österreich traditionell guten Kooperationen zwischen Bildungsministerium, Wirtschaftsministerium, AMS und Sozialpartnern."

Auf europäischer Ebene sollen bei der Einführung neuer Methoden in der Bildungs- und Berufsberatung neben der individuellen Beratung verstärkt neue Technologien genutzt werden, um einen leichten und effizienten Zugang zu Informationen zu ermöglichen. Österreich hat in den letzten Jahren stark auf das Internet als Auskunftsquelle gesetzt und zahlreiche, gut untereinander vernetzte, Informationsportale eingerichtet (z.B. www.bildung.at, www.beruf4u.at, www.erwachsenenbildung.at). "Wichtig ist aber nicht nur der Zugang zu umfassender Information, sondern auch die Bereitstellung von Beratungshilfen für die persönliche Ordnung und Bewertung von Informationen. Gemeinsames Ziel auf europäischer Ebene ist es, die Menschen zu befähigen, ihre Stärken zu erkennen und ihre Karriere selbst planen und managen zu können", so Gehrer abschließend.

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