Pollirer: Information- und Consultingbranchen tragen wirtschaftlichen Aufschwung

Konjunkturerhebung 2003: Exportquote: 11,8 %, Umsatz +3,1 %, beachtliches Investitionsvolumen - Ausblick 2004: Gute Stimmung, optimistische Erwartungen

Wien (PWK 290) - "Ein wirtschaftlich erfreulich positives Gesamtbild, in einigen Bereichen herausragende Resultate", so beschreibt Hans-Jügen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse der Konjunkturerhebung 2003. Zur Sparte Information und Consulting gehören 10 Fachverbände, und zwar Abfall- und Abwasserwirtschaft, Buch- und Medienwirtschaft, Druck, Finanzdienstleister, Immobilien-und Vermögenstreuhänder, Technische Büros - Ingenieurbüros, Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, Unternehmensberatung und Informationstechnologie, Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten sowie Werbung und Marktkommunikation.

Im Auftrag der Sparte Information und Consulting wurde eine Konjunkturerhebung für 2003/04 auf Basis von Daten von rund 3000 Betrieben erstmals von der "KMU Forschung Austria" durchgeführt.

Pollirer: "Ein Umsatzplus von 3,1 Prozent für 2003, eine Exportquote von 11,8 Prozent des Umsatzes sowie eine Investitionsquote von 9,5 Prozent bestätigen eindrucksvoll die Rolle des Informations- und Consultingsektors als wichtige wirtschaftsdynamische Kraft. Die Wachstumsbranchen des Informations- und Consulting-Sektors beweisen sich damit als Zugpferd für den sich abzeichnenden Wirtschaftsaufschwung."

Walter Bornett ("KMU Forschung Austria") bezeichnet vor allem die hohe Exportquote von 11,8 Prozent als "auch für Wirtschaftsforscher überraschend. Sie liegt deutlich über der anderer Wirtschaftsbereiche."

Das erfreuliche Ergebnis des Jahres 2003 schlägt auch auf die Erwartungen und Aussichten für 2004 durch, wie die Zahlen zeigen", so Pollirer. Die aktuelle Auftragslage (Status: März/April 2004) wird seitens der Unternehmer/-innen insgesamt mit "gut" beurteilt und für das erste Halbjahr 2004 rechnen die Unternehmen mit einem Umsatzplus von 6 Prozent. Besonders optimistisch sind vor allem die Finanzdienstleister, die eine Umsatzsteigerung von 14,1 Prozent prognostizieren, die Versicherungsmakler (+8,9 Prozent) und die Bereiche Werbung und Marktkommunikation (+8,5 Prozent) sowie Unternehmensberatung/Informationstechnologie (+8 Prozent). Von - im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 - leicht rückläufigen Umsätzen geht lediglich die Buch- und Medienwirtschaft aus (-0,5 Prozent). Die optimistischen Umsatzerwartungen finden ihren Niederschlag auch in den Personalplänen der Unternehmen. In den nächsten sechs Monaten ist eine Erhöhung des derzeitigen Beschäftigtenstandes um 4,1 Prozent geplant. Zur größten Expansion dürfte es bei den Finanzdienstleistern kommen.

Durch die unmittelbar bevorstehende EU-Erweiterung erwarten sich die Unternehmen der Sparte Information und Consulting im Hinblick auf die Zahl der Kunden, die Umsatzentwicklung und das Arbeitskräfteangebot tendenziell positive Auswirkungen. Weniger positiv wird die Entwicklung des Preis- bzw. Honorarniveaus gesehen.

Das aktuelle Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu den Berufsrechten der Gewerblichen Buchhalter stärkt die Sparte in Bemühungen, die auch andere Benachteiligungen für diese Branche, wie beispielsweise die eingeschränkten Vertretungsrechte und Bilanzierungsverbote über die Höchstgerichte zu bekämpfen. Gegründet hat die Sparte eine Arge Planungs- und Beratungsexport. Diese soll die Branchen der Sparte Information und Consulting bei der Erschließung neuer Dienstleitungsmärkte unterstützen. Pollirer: "Denn 1000 Euro Planungsexport ziehen 7000 Euro an Warenexport nach sich -das beweist eindrucksvoll die bedeutende Rolle der wirtschaftlichen Dienstleistungen als Konjunkturlokomotive."
Als dringende Forderung an die Finanzausgleichsverhandler richtet Spartenobmann Pollirer die definitive Abschaffung der Werbeabgabe. Laut einer Untersuchung des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation würden die 90 Millionen Euro pro Jahr an derzeitigem Werbesteuer-Aufkommen wieder in die Wirtschaft fließen und die Schaffung von rund 1000 neuen Arbeitsplätzen nach sich ziehen.

Die Bundessparte Information und Consulting der WKÖ vertritt die Interessen von rund 93.000 Unternehmungen aus den Sektoren Information, Kommunikation und Consulting. Sie repräsentiert damit die dritt größte Sparte in der Wirtschaftskammer Österreich. In den Top-10 der Unternehmensneugründungen finden sich mit dem Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie, Fachverband der Finanzdienstleister und dem Fachverband Werbung und Marktkommunikation die stärksten Wachstumsbranchen der Sparte Information und Consulting an vorderster Stelle. (JR)

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