Tumpel: Benzin muss endlich billiger werden!

Als raschen und ersten Schritt muss Wirtschaftsminister Nettopreise um knapp einen Cent senken - 1 Cent weniger entlastet Autofahrer um 75,7 Mio Euro

Wien (AK) - "Die gestrige Benzinpreiserhöhung ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, die Autofahrer können nicht mehr warten. Wirtschaftsminister Bartenstein muss als sofortigen ersten Schritt die Obergrenze des 2,9 Cent-Preisbands auf 2 Cent pro Liter senken". Das fordert AK Präsident Herbert Tumpel heute, Donnerstag, vor dem morgigen Benzinpreisgipfel beim Wirtschaftsminister. "Immerhin entlastet eine Preissenkung von 1 Cent pro Liter die Autofahrer um 75,7 Mio Euro im Jahr". Es ist nicht einzusehen, dass Österreichs Autofahrer Jahr für Jahr um bis zu 220 Mio Euro mehr für den Treibstoff als in der restlichen EU zahlen. Was in der EU möglich ist, wird wohl auch in Österreich gehen. Daher müssen dann im zweiten Schritt die Preise auf EU-Niveau runter. Bleibt der Wirtschaftminister unnachgiebig, überlegt die AK, Minister Haupt bei der Kartellklage gegen die Mineralölfirmen zu unterstützen.

"Die steigenden Benzinpreise belasten die Autofahrer, besonders jene, die beruflich zu Fahrten gezwungen sind, in einem unerträglichen Maß", sagt Tumpel. Immerhin bringen die teuren Spritpreise durch zusätzliche Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und die erhöhte Mineralölsteuer dem Finanzminister ein Körberlgeld von zusätzlichen 200 Millionen Euro. "Das Geld soll er den Pendlern zurückgeben und sie endlich entlasten: Daher rauf mit dem Pendlerpauschale um 30 Prozent und dem Kilometergeld um 4,5 Cent", verlangt Tumpel.

Eine Erhöhung des Pendlerpauschales um 15 Prozent, wie es die Regierung mit der Steuerreform geplant hat, ist Tumpel auf jeden Fall zu wenig: "Die Pendler brauchen eine echte Entlastung". Es kann wohl nicht sein, dass der Regierung der billige Biodiesel für 180.000 Bauern deutlich mehr wert ist, als die Entlastung von hunderttausenden Pendlern. Ein Pendler, der täglich von Mistelbach nach Wien in die Arbeit fährt, ist seit Amtsantritt der schwarz-blauen Regierung allein durch Abgabenerhöhungen (Vignette, Kfz-Steuer, Mineralölsteuer) mit knapp 600 Euro belastet worden.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien
Doris Strecker
Kommunikation
Tel.: ( ++43-1)501 65 2677
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001