ARBÖ: 15 Prozent der Autofahrer sind Dämmermuffel

Jedes zehnte Fahrzeug ist "einäugig" unterwegs - Rückkehr zur jährlichen Pickerlüberprüfung

Wien (OTS) - 15 Prozent der Autofahrer sind in der Abenddämmerung gefährlich unterwegs: sie schalten die Lichter ihrer Fahrzeuge trotz schlechter Sicht nicht ein. Das hat der ARBÖ-Lichttest auf heimischen Autobahnen ergeben. "Auffallend ist ein richtiges Ost-Westgefälle. Im Burgenland gibt es mit 20 Prozent doppelt soviel Dämmermuffel wie in Tirol mit 10 Prozent", weißt Wilhelm Patzold, Teamleiter im ARBÖ-Informationsdienst auf ein wichtiges Teilergebnis hin.

Ein hohes Sicherheitsrisiko für sich und andere stellt auch die große Zahl der "Einäugigen" dar, die mit defekten Lichtanlagen fahren. "Zehn Prozent aller Autos, waren mit kaputten Lichtern unterwegs. Meist fehlte eines der Vorderlichter", zeigt Patzold einen weiteren Schwachpunkt auf. Hier fällt der Süden aus dem Rahmen:
Kärnten stellte mit einem 17prozentigen Anteil der "Einäugigen" ein negativer Spitzenwert auf.

Die fatale Kombination aus defekten Lichtern und schummrigen Dämmerlicht ist nicht zu unterschätzen. Man wird von den anderen Verkehrsteilnehmern zu spät gesehen und in der Dimension falsch eingeschätzt. "Das Fatale ist: die meisten Autofahrer wissen über ihr gefährliches Leben als Einspurige gar nicht Bescheid", zeigten einzelne Befragungen durch den ARBÖ.

Patzold: "Wichtig wäre die Rückkehr zur jährlichen Pickerlüberprüfung gemäß Paragraf 57a, bei der nicht nur die Abgaseinstellungen der Fahrzeuge kontrolliert, sondern auch Schwachstellen in den Lichtanlagen rechtzeitig entdeckt und Fehler an Ort und Stelle behoben werden können." Bei manchen Fahrzeugen ist ein simpler Austausch von Lamperln auf eigene Faust gar nicht mehr möglich. Die ARBÖ-Techniker in allen 94 ARBÖ-Prüfzentren stehen bei Lichtproblemen mit Rat und Tat zur Verfügung, vorzugsweise seinen Mitgliedern. Patzold legt allen Fahrzeuglenkern ans Herz: "Vor längeren Fahrten sind die Funktion und das richtige Einstellen der Lichter zu prüfen."

Geldstrafen

Wer bei Dämmerung ohne Licht fährt, verstößt gegen Paragraf 99 Abs. 1 Kraftfahrzeuggesetz (KFG) und muss mit Geldstrafen zwischen 21 bis 54 Euro rechnen. Wer mit defekter Lichtanlage unterwegs ist, verstößt gegen Paragraf 14 KFG und muss mit Geldstrafen von 21 bis 50 Euro rechnen. Die Höhe der Strafe ist je nach Bundesland und Straßentyp unterschiedlich. Im Freiland wird's teurer als im Ortsgebiet.

In Wien zahlen Dämmermuffel bei einer Organstrafverfügung 35 Euro, bei einer Computerstrafverfügung 49 Euro. In Kärnten und Niederösterreich zahlen Dämmermuffel im Ortsgebiet 21 Euro und im Freiland 36 Euro, Klagenfurt macht allerdings eine Ausnahme und verdonnert Dämmermuffel im Ortsgebiet zu 32 Euro und im Freiland 54 Euro. Genau die selben Strafen gelten in Vorarlberg. Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark verrechnen einheitlich 36 Euro, wobei sich der Grazer Tarif auf 50 Euro steigert, sofern eine Computerstrafverfügung verhängt wird.

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