EU-Diskussionsveranstaltung: Willkommen am Gürtel

Wien (OTS) - "Welcome!", Willkommen, hieß es gestern, Mittwoch, Abend im bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungssaal der Hauptbücherei am Wiener Gürtel bei einer Veranstaltung, zu der für die Stadt Wien Planungsstadtrat Rudolf Schicker geladen hatte. Schülerinnnen der Europäische Mittelschule Wien, der frühere Vizebürgermeister und Vorsitzende des Europahauses Bratislava, Peter Benuska und die früheren Planungsstadträte Hannes Swoboda und Bernhard Görg sowie der Vorsitzende der Gemeinderätlichen Europakommission, Andreas Schieder, diskutierten, moderiert von Josef Broukal, über Wiens Weg nach und in Europa anhand des sehr greifbaren Beispieles Gürtel.

Den inhaltlichen Rahmen bildete die an diesem Tag eröffnete Ausstellung der Stadtentwicklung Wien "Der Weg ist der Gürtel - The Story Continues". Die Schau ist in den kommenden Wochen in der Hauptbücherei zu sehen und begibt sich danach auf Tournee entlang des Gürtels.

Unbestreitbare "Stars" der Veranstaltung waren die Schülerinnen der Europäischen Mittelschule, die - wie Moderator Broukal feststellte - "das neue Europa verkörpern". Sie berichteten über ihre Erfahrungen und Erwartungen anhand ihres Schulmodelles.

Peter Benuska erinnerte an die erste Zeit nach der Öffnung des Eisernen Vorganges, als er zusammen mit seinem damaligen Wiener Pendant Hannes Swoboda "einen Gürtel" zwischen den beiden Städten knüpfte. Dass dies die Basis für die nunmehr begründete Europaregion Mitte (der Name CENTROPE wurde im Rahmen eines von CERNET an den Schulen der Region durchgeführten Schülerwettbewerbes ermittelt) stellte danach auch Planungsstadtrat Rudolf Schicker fest.

Bernhard Görg betonte, dass er von seinem Vorgänger Hannes Swoboda mit dem URBAN-Projekt eine ausgezeichnete Grundlage vorgefunden habe und gemeinsam mit der damaligen Finanzstadträtin Brigitte Ederer insbesondere den Westgürtel weiter entwickeln habe können. Er sei auch heute noch darauf stolz, sagte Görg, dass er der Idee der Beamten in der Stadtplanung gefolgt sei, anstatt der ursprünglich vorgesehenen "Wolkenspange" über den Gürtel diesen Platz als Standort für die Hauptbibliothek vorgeschlagen zu haben.

Für Hannes Swoboda war das URBAN-Projekt ein weiteres gutes Argument, die einst vorgeschlagene weitläufige Untertunnelung des Gürtels durch eine menschengerechte Oberflächengestaltung vor allem in der Mittelzone zu ersetzen.

Rudolf Schicker verwies dann noch darauf, dass mit dem Programm ZIELGEBIET GÜRTEL die Aufgabe zu lösen versucht werde, auch ohne Fördemittel der EU den gesamten Gürtel zusammen mit den BewohnerInnen weiter aufzuwerten.

Schicker nahm auch nochmals auf CENTROPE Bezug und betonte, dass aus seiner Sicht die gemeinsamen Anstrengungen, die mit der VIENNA REGION begonnen worden waren, auf dem globalen Markt präsent zu sein, letztlich auch dem Standort Wien zu Gute kämen. Gemeinderat Andreas Schieder schilderte die Aufgaben der Europakommission und stellte fest, dass aus seiner Sicht "wir aufhören müssten, falsch angebrachte K.u.K-Nostakgie zu verbreiten, und vielmehr den neuen Mitgliedsstaaten im Bereich der ehemaligen Monarchie auf der Basis von Demokratie und Gleichberechtigung zu begegnen."

Die gesamte Veranstaltung wurde live im Internet (via wien.at) übertragen. Bis auf Weiteres ist auch noch ein Zusammenschnitt zu sehen.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) lf

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Lothar Fischmann
Tel.: 4000/81 418
fis@gsv.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0015