WK-Präsident Franz Pacher zur EU-Erweiterung: Eine Vision geht in Erfüllung

"Zusammenwachsen, was zusammen gehört"

Klagenfurt (OTS) - Am 1. Mai 2004 setzt Europa mit der bisher größten Erweiterungsrunde in der Geschichte der EU einen Meilenstein. "Persönlich freut es mich sehr, dass sich am Wochenende eine Vision erfüllt. Die Vision von einem geeinten Europa, in dem die Grundsätze Sicherheit, Frieden und Freiheit an vorderster Stelle stehen. Man darf nicht vergessen: das Projekt Europa wurde auf den Trümmern des Zweiten Weltkrieges mit dem Ziel "Nie wieder Krieg" gebaut, erst die Erweiterung um Mittel- und Osteuropa macht dieses Friedensprojekt perfekt. Am 1. Mai kommt zusammen, was zusammen gehört. Wichtig ist nun, dass auch die Grenzen im Kopf fallen", betont WK-Präsident Franz Pacher.

"Dass auch unser südlicher Nachbar Slowenien mit 1. Mai ein Mitglied der Europäischen Union wird, freut mich ganz besonders. Für die Kärntnerinnen und Kärntner ergeben sich damit völlig neue Perspektiven - wirtschaftlicher aber auch nachbarschaftlicher Art. Durch den Wegfall der Zollformalitäten, durch die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen, durch verbesserte Kooperationsmöglichkeiten, durch den Wegfall von Handelshemmnissen und durch verbesserte Rechtssicherheit bei Investitionen wird es für Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer sicher interessanter mit Slowenien noch mehr Geschäfte zu machen oder direkt vor Ort tätig zu werden", so Pacher.

"Slowenien ist ein Land mit einem dynamischen Markt, das zu erwartende Wirtschaftswachstum und die Kaufkraftentwicklung bringt für die Kärntner Wirtschaftstreibenden neue Chancen: Insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Umwelt oder auch Lebens- und Genussmittel", erklärt Pacher.

Die Erweiterung ist aber nicht nur mit Chancen, sondern auch mit Herausforderungen verbunden. Die Wirtschaftskammer ist bemüht, die Unternehmerinnen und Unternehmer bei ihrem Schritt in ein neues Land so gut wie möglich zu unterstützen. Hilfe bei auftretenden Fragen bieten die WK-Außenhandelsstellen oder die Arge28, ein Zusammenschluss von 28 regionalen Wirtschaftskammern entlang der Grenze zu den neuen Mitgliedsstaaten. Die Initiative "go international" hilft den Selbständigen mit Coaching-Maßnahmen, finanzieller Unterstützung für Machbarkeitsstudien oder Beratungskosten bei Auslandsinvestitionen.

Das Servicezentrum der Wirtschaftskammer fördert schon seit Jahren die Anbahnung und Durchführung wirtschaftlicher Aktivitäten in den neuen Mitgliedsländern durch verschiedenste Veranstaltungen wie Fachseminare, Unternehmertreffen oder Länderinformationsveranstaltungen.

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