Lopatka: Konflikt zwischen Gusenbauer und Broukal schwelt weiter

Wird aus dem Chorsänger Broukal doch noch ein 'Pavarotti' der SPÖ?

Wien, 29. April 2004 (ÖVP-PK) Eine "unterschwellige aber umso brisantere Führungskrise" sieht ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka nach wie vor in der SPÖ. "Die Kluft zwischen Parteichef Gusenbauer und Josef Cap einerseits und dem - wie Häupl es formulierte - 'Chorsänger' Josef Broukal andererseits, scheint nach wie vor zu bestehen", meinte Lopatka heute, Donnerstag. ****

In einem Interview für das heutige ORF-Morgenjournal hatte SPÖ-Klubchef Cap es bedauert, dass Broukal nicht schon früher den Weg ins Klubpräsidium der SPÖ gefunden habe. "Wer, wenn nicht Josef Cap hätte es in der Hand gehabt, Broukal für diese Funktion zu nominieren", so Lopatka.

Mit dem Aufstieg Broukals ins Klubpräsidium sei die SPÖ-Führungsdiskussion zudem eher noch angefacht als beendet worden. "Kein geringerer als der Wiener Bürgermeister Michael Häupl hat diese Führungsdiskussion innerhalb der SPÖ angezettelt und deponiert, dass er Broukal falsch eingesetzt sieht", so Lopatka. Es würde, so der ÖVP-Generalsekretär weiter, die Öffentlichkeit brennend interessieren, ob Häupl mit diesen öffentlich geäußerten Gedanken das Ziel verfolge, an der Parteispitze einen personellen Wechsel herbeizuführen. "In den vergangenen Wochen ist die interne Kritik an Gusenbauer und seinem Team ja auch von vielen anderen Seiten immer lauter geworden, selbst SPÖ-Klubchef Cap konnte sich heute früh diesbezüglich zu keiner eindeutigen Stellungnahme durchringen."

"Es stellt sich also die Frage, wie die SPÖ weiter mit ihrem geschwächten Vorsitzenden Gusenbauer und dem angeblichen SPÖ-- 'Pavarotti' Broukal umgehen wird", so Lopatka abschließend.

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