1000. Förderantrag im Fonds Gesundes Österreich eingetroffen

Wien (OTS) -

  • Präsidentin BM Rauch-Kallat: Der Fonds Gesundes Österreich hat sich als der Partner innovativer Gesundheitsförderung etabliert
  • Geschäftsführer Beck: 1000. Projektantrag will die Gesundheit älterer Bauarbeiter im KMU-Bereich fördern

Der 1000. Antrag auf Projektförderung ist kürzlich beim Fonds Gesundes Österreich eingelangt. Es handelt sich um ein Betriebliches Gesundheitsförderungsprojekt für MitarbeiterInnen im Baugewerbe im Sektor der Klein- und Mittelbetriebe (KMU). "Das beachtliche Antragsvolumen beweist, dass sich der Fonds Gesundes Österreich als der Partner der Gesundheitsförderer in Österreich etabliert hat", sagt Bundesministerin Maria Rauch-Kallat. "Mit Hilfe des Fonds Gesundes Österreich konnten bereits zahlreiche innovative Gesundheitsförderungsprojekte verwirklicht werden - immer unter Einbeziehung der Menschen vor Ort: in Betrieben, in Gemeinden, in Schulen, Kindergärten, Pensionistenheimen oder Freizeiteinrichtungen", lobt Rauch-Kallat die Fördertätigkeit des Fonds Gesundes Österreich.

1000. Projektantrag zur Gesundheit älterer BauarbeiterInnen

"Der 1000. Projektantrag stammt aus Oberösterreich, ist im Setting Betrieb angesiedelt und auf die Zielgruppe der Bauarbeiter über 45 Jahren ausgerichtet" berichtet Dennis Beck, Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich. Antragstellerin ist die OÖ Bauwirtschaftsförderungsgesellschaft m.b.H. (BWG), eine Einkaufsgesellschaft mit gemeinsamer Personalentwicklung, der 33 Baumeisterfirmen angehören. Die Ziele des Projekts mit dem Titel "Betriebliche Gesundheitsförderung & Employability am Bau" fasst Mag. Margit Bencic von der BWG zusammen: "Geplant ist, in vier oberösterreichischen Baufirmen mit einem Mitarbeiterstand zwischen 50 und 140 Beschäftigten ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsförderungsprojekt durchzuführen. Im Rahmen von Befragungen und Gesundheitszirkeln sollen ArbeitnehmerInnen und Unternehmensführung gemeinsam Ideen und Maßnahmen entwickeln, die zu einem gesundheitsförderlichen Arbeitsplatz beitragen." Einen Schwerpunkt bilden die Bedürfnisse der älteren MitarbeiterInnen, deren Gesundheit am Bau besonders gefährdet ist. Mag. Bencic: "Es tut sehr weh, wenn ein guter Polier oder Vorarbeiter mit mit Anfang 50 körperlich am Ende ist." Unter Einbeziehung der Betroffenen soll herausgearbeitet werden, wie ältere Bauarbeiter sinnvoll eingesetzt werden, sodass ihre gesundheitlichen Ressourcen gestärkt werden und ihre Erfahrung dem Betrieb erhalten bleibt.

Gesundheitsförderung Hand in Hand mit der Personalentwicklung

Anhand dieses Projekts wird die enge Verknüpfung von Betrieblicher Gesundheitsförderung und Personalentwicklung deutlich: "Mit 15,5 Krankenstandstagen pro Mitarbeiter zählt die Arbeit am Bau zu den gesundheitlich belastendsten Tätigkeiten", weiß Mag. Bencic, die bei BWG für Personalentwicklung zuständig ist. Mit dem eingereichten Projekt hofft sie, positive Impulse zu setzen, die für die ganze Baubranche von Interesse sind. Denn das Baugewerbe, das unter Image-und Nachwuchsproblemen leidet, sei auf gute Fachleute angewiesen, um die geforderte Qualität zu halten.

Die Tatsache, dass der 1000. Förderantrag aus dem KMU-Bereich kommt, hält der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich für besonders erfreulich. Dennis Beck: "Berufstätige in Klein- und Mittelbetrieben sind eine Hauptzielgruppe des Fonds Gesundes Österreich, denn für KMU stellt die Umsetzung eines Gesundheitsförderungsprojekts aus organisatorischer, personeller und aus finanzieller Sicht eine große Herausforderung dar." Dies bestätigt Antagstellerin Mag. Margit Bencic von BWG: "Gerade für kleinere Betriebe wird es problematisch, wenn Mitarbeiter zu einer Fortbildung gehen und es keine Vertretung gibt." Die Planung und Organisation eines Gesundheitsförderungsprojekts könne einen KMU-Betrieb überfordern, sagt Mag. Bencic, deshalb bedeute die Fördertätigkeit des Fonds Gesundes Österreich eine wichtige Unterstützung für Unternehmen, die bereit sind, Geld und Arbeitszeit in die Entwicklung eines solchen Projekts zu investieren.

Jeder zweite Antrag bekommt Förderzusage

Der mit jährlich 7,25 Mio. Euro dotierte Fonds Gesundes Österreich fördert maximal ein bis zwei Drittel der Gesamtkosten eines Projekts - AntragstellerInnen müssen somit einen weiteren Finanzierungspartner gewinnen. Bisher erhielten 507 Projekte, also gut die Hälfte der seit 1999 eingelangten Anträge, eine Finanzierungszusage des Fonds Gesundes Österreich. Bis Ende 2003 schüttete der Fonds Gesundes Österreich 21,9 Mio. Euro an Fördergeldern aus und trug damit zur Finanzierung von Projekten bei, deren Gesamtprojektkosten 63,6 Mio. Euro betragen.

Der Fonds Gesundes Österreich wurde 1998 nach Inkrafttreten des Gesundheitsförderungsgesetzes eingerichtet, um die Umsetzung neuer Projekte im Bereich der Gesundheitsförderung und Primärprävention zu ermöglichen. "Unterstützt werden praxisorientierte Projekte und Forschungsvorhaben, die auf dem umfassenden Gesundheitsbegriff der WHO basieren und Gesundheit als das Zusammenspiel von körperlichem, psychischem und sozialem Wohlbefinden begreifen", erklärt Geschäftsführer Dennis Beck. Gefördert werden außerdem Aktivitäten zur Fort- und Weiterbildung sowie zur Vernetzung der in der Gesundheitsförderung tätigen Menschen. Auch Informationsarbeit, Netzwerkinitiativen und Beiträge zum Strukturaufbau in der Gesundheitsförderung fallen in den Zuständigkeitsbereich des Fonds. Der größte Teil der Förderungen betrifft praxisorientierte Projekte, gefolgt von Forschungsvorhaben, Projekten zu Strukturaufbau, zu Vernetzung, zu Fortbildung und zu Information.

Bedingung für eine Förderung sind u.a. Qualität, Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit und Evaluation. "Mit seiner Fördertätigkeit trägt der Fonds Gesundes Österreich maßgeblich zu einem qualitätsorientierten und systematischen Ausbau der Gesundheitsförderung in Österreich bei", sagt Dennis Beck. Die thematische Ausrichtung der Förderprojekte ist sehr vielfältig, sie reicht von umfassender Gesundheitsförderung über seelische Gesundheit, Suchtprävention und Ernährung bis zu Menschen mit speziellen Risikofaktoren.

Beck empfiehlt AntragstellerInnen die sechs Schwerpunkte des Fonds Gesundes Österreich

Interessierte AntragstellerInnen ermutigt Geschäftsführer Dennis Beck, neue Projekte zu den sechs aktuellen Schwerpunkten des Fonds einzureichen: "Von 2003 bis 2005 konzentriert sich der Fonds auf die Zielgruppen Kinder und Jugendliche im außerschulischen Bereich, auf Berufstätige in Klein- und Mittelbetrieben (KMU) und auf ältere Menschen zwischen 60 und 75. Diese Zielgruppen möchten wir verstärkt ins Augenmerk der GesundheitsförderInnen rücken. Auch unsere Themenschwerpunkte Bewegung, Seelische Gesundheit und Ernährung sollten verstärkt in Projektanträgen berücksichtigt werden." Die Schwerpunkte des Fonds Gesundes Österreich definiert das Dreijahresprogramm des Fonds Gesundes Österreich 2003-2005, die Förderkriterien sind im Arbeitsprogramm 2004 beschrieben .

Informationen und Antragsformulare finden AntragstellerInnen auf der Homepage des Fonds Gesundes Österreich unter http://www.fgoe.org

Rückfragen & Kontakt:

Fonds Gesundes Österreich
Mag. Alexandra Grasl, Pressereferentin
Tel. 01/ 895 04 00 - 16
alexandra.grasl@fgoe.org

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