Neues Volksblatt" Kommentar: "Prammer" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 29. April 2004

Linz (OTS) - Frauen sind die Mehrheit. Ihr Wahlverhalten kann wahlentscheidend sein. Entsprechend ist auch zuletzt um Frauenstimmen gebuhlt worden. Auf ÖVP-Seite mit dem Hinweis darauf, dass die Zeit für eine Frau an der Spitze des Staates reif sei. Auf SPÖ-Seite mit der angeblichen Frauenfreundlichkeit des SPÖ-Kandidaten - und mit einer Schimpf-Kanonade gegen Benita Ferrero-Waldner, bei der sich rote wie grüne Frauenpolitikerinnen auch übler Methoden bedient haben. Ihre Botschaft: Frau zu sein alleine genüge nicht, soll heißen: Ferrero-Waldner sei zu dumm oder einfältig für das hohe Amt. Wenige Tage nach der Wahl beschickt die SPÖ das Amt eines Nationalratspräsidenten mit ihrer Frauenvorsitzenden. Mit Barbara Prammer somit, die einerseits vorgibt, eine Feministin zu sein, die anderseits auch keinerlei Hemmungen gezeigt hat, Frau Ferrero-Waldner als Frau niederzumachen.
Was qualifiziert Frau Prammer eigentlich für das Amt eines Zweiten Nationalratspräsidenten? Etwa nur der Umstand, dass sie eine Frau ist?
Die Doppelbödigkeit der Linken in Sachen Frauenpolitik ist widerlich.

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