"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Wie es geht" (Von Johannes Huber)

Ausgabe vom 29. April 2004

Wien (OTS) - Doch-Nicht-Bundespräsidentin Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) beschimpft "Emanzen" im Allgemeinen und "linke Emanzen" im Besonderen: Sie hätten ihr geschadet. Grotesk: Diese Frauen waren ja schon von Kurt Bergmann, dem Mann, der ihr Unterstützungskomitee leitete, vertrieben worden. Heide Schmidt, Freda Meissner-Blau und Gertraud Knoll seien "frustriert", hatte er vor einigen Wochen gepoltert.
Wie auch immer: Ferrero-Waldner, die in der Vergangenheit in der Frauenpolitik ungefähr so engagiert gewesen war wie in der Sozialpolitik, hätte es ohnehin besser unterlassen, die "Frauenkarte" auszuspielen. Sie brachte ihr nichts ein. Ganz im Gegenteil. Frausein allein genügt nicht. Viele Frauen wählen keine Frau, nur weil sie eine Frau ist. Viele Männer scheinen da sowieso zurückzuschrecken. Mag sein, dass das nur dann zutreffend ist, wenn es um das höchste Amt im Staat geht. Es ist jedoch auffallend, dass es immer mehr erfolgreiche Frauen in der Politik gibt, deren Erfolgsgeheimnis es offensichtlich ist, ihre Kompetenz hervorzuheben. Beispiele? Die steirische Landeshauptfrau Waldtraud Klasnic (ÖVP), eine Parteikollegin Ferrero-Waldners, hat es in einem konservativen Bundesland geschafft, ganz nach oben zu kommen. Der Sozialdemokratin Gabi Burgstaller ist dasselbe nun in Salzburg gelungen. Und so weiter und so fort.

Rückfragen & Kontakt:

Vorarlberger Nachrichten, Wiener Redaktion, Tel: 01/31778340

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVN0001