Niederösterreich setzt Maßnahmen gegen "Lkw-Mautflüchtlinge"

LH Pröll: Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen auf 5 Ausweichrouten

St. Pölten (NLK) - Schwerfahrzeuge, die auf nicht mautpflichtigen Straßen in Niederösterreich ausweichen, wird nun der Kampf angesagt:
"Wir werden auf fünf nicht mautpflichtigen Straßenstücken in Niederösterreich ab sofort ein Fahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen einführen", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem obersten Verkehrsplaner des Landes Niederösterreich, Prof. Dr. Friedrich Zibuschka. Dabei handelt es sich um die B 1 von der Anschlussstelle St. Valentin bis zur Anschlussstelle Melk, die B 16 im Zuge der Ortsdurchfahrt Ebreichsdorf und Weigelsdorf, die B 17 von der Anschlussstelle Wiener Neudorf bis Mödling, die B 18 zwischen der A 2 und der Kreuzung mit der B 20 bei Traisen (das bestehende Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen wird auf 3,5 Tonnen verschärft) und die B 54 vom Knoten Seebenstein bis zur Anschlussstelle Edlitz. Von diesen Maßnahmen sind der Ziel- und Quellverkehr der örtlichen Wirtschaft jedoch ausgenommen.

Diesen konkreten Maßnahmen sind Untersuchungen und Verkehrszählungen vorausgegangen. Auf 29 "neuralgischen Straßenstücken" in Niederösterreich wurden frühzeitig Zählstellen eingerichtet, um Aufschluss über die Entwicklung des Lkw-Verkehrs zu erhalten - und zwar vor und nach der Einführung der Lkw-Maut auf den Autobahnen und Schnellstraßen. "An 9 Zählstellen wurden dabei konkrete Zunahmen des Lkw-Verkehrs auf nicht mautpflichtigen Straßen festgestellt, wobei es auf einzelnen Straßenstücken deutliche Verlagerungen gegeben hat,", so der Landeshauptmann.

Mit diesem Fahrverbot will man vor allem die Verkehrssicherheit auf diesen Straßenabschnitten erhöhen, mehr Lebensqualität für die betroffene Bevölkerung erreichen und gleichzeitig auch auf die regionale Wirtschaft Rücksicht nehmen. Pröll: "Diese Maßnahmen wurden auf jeden Fall auf Grund vorliegender Fakten gesetzt." Man werde aber auch weiterhin Kontrollen durchführen - sowohl seitens der Gendarmerie als auch mit dem Landesprüfzug, so der Landeshauptmann. Ebenso werden weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. In Niederösterreich gibt es derzeit

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