VP-Korosec: SP-Stadtregierung zeigt bei Arbeitslosigkeit Null Sensibilität

Bestehende Einrichtungen zur Arbeitsvermittlung und Betreuung müssen effizienter werden

Wien (VP-Klub): "Trotz über 91.000 Menschen, die in Wien von Arbeitslosigkeit betroffen sind, fehlen dringend notwendige Reformschritte. Die offensichtlichen Scheuhklappen der sozialistischen Alleinregierung zeigen ein Fehlen an Sensibilität diesem Thema gegenüber, speziell, wenn man vergleicht, dass es bundesweit noch nie so viele Beschäftigte gegeben hat", kritisierte die Sozialsprecherin der ÖVP-Rathausfraktion Ingrid Korosec die nichtvorhandenen Arbeitsmarktpolitik der SP-Alleinregierung anlässlich einer dringlichen Anfrage im heutigen Gemeinderat.

Korosec: "Jeder einzelne Arbeitslose ist mir zuviel!"

"1965 hat es in Wien 780.000 Arbeitsplätze gegeben. Heute sind es 760.000!", betonte Korosec. Bundesweit gebe es heute 40% mehr Beschäftigte als in den 60er Jahren. München und Mailand habe beispielsweise in den letzten Jahrzehnten ein Beschäftigungswachstum von 70%. "Überall sind Großstädte Zugpferde der Beschäftigung. Wien ist durch die nichtfunktionierende Arbeitsmarktpolitik ein Bremser, so die Sozialsprecherin weiter.

Nichtvorhandene Arbeitsmarktpolitik fördert Unsicherheit, Einschränkungen und Zukunftsangst

"91.000 Abreislose heißt Unsicherheit für diese Menschen. 91.000 Arbeitslose heißt Einschränkungen für Familien. 91.000 Arbeitslose heißt Zukunftsangst für Betroffene", betonte Korosec weiter. Auch im Technologiebereich, die sehr wichtig für Wien wäre, verzeichne Wien im internationalen Vergleich schlechte Statistiken. So beträgt der Anteil in Wien an dieser Sparte 11%; München habe immerhin 17%, Stuttgart sogar 23%.

Wien ist schlecht auf die EU-Erweiterung vorbereitet

"Durch die verfehlte Politik der SP-Allmacht in Wien, müssen die Wienerinnen und Wiener die Zeche dafür bezahlen", so Korosec. Das historische Ereignis der EU-Erweiterung und die einmalige Chance für den Standort Wien drohe ohne Wachstumspakte zu einem Problem zu werden, insbesondere dadurch, dass unsere Nachbarn sehr gut vorbereitet seien. "Neben den Oppositionsparteien kommt die diesbezügliche Kritik auch von überparteilichen Beratungsunternehmen. Das Wifo-Institut spricht in seinem Berichtes beispielsweise von einer fehlenden Industrieorientierung Wiens.

Neue Organisation bringt nur mehr Bürokratie und kostet unnötig Geld

"Es gibt ausreichend Institutionen und Organisationen, wie beispielsweise der WAFF oder das Wiener AMS, die sich um die Vermittlung und Weiterbildung von Arbeitssuchenden kümmern sollten. Diese Organisationen dürften allerdings die arbeitslosen Menschen nicht nur verwalten, sondern müssen diese vermitteln und individuell betreuen.
Auch die Wiener Arbeiterkammer müsse sich verstärkt um Arbeitssuchende kümmern.

Es könne nicht sein, dass man planlos einfach neue Institutionen schaffe, nur weil alle anderen, die bereits bestehen, in Wien versagen. "Wien ist anders", konstatiert Korosec, "weil es in allen anderen Bundesländern arbeitsmarktpolitisch zum Besseren steht. Darum bringe die ÖVP-Wien einen Beschlussantrag zur Reformierung der Wiener Arbeiterkammer ein. "Die Wiener Arbeiterkammer muss ihr Serviceangebot nachhaltig verbessern, zum Wohl aller Wiener Arbeitslosen", forderte Korosec abschließend arbeitsmarktpolitische Reformen durch die SP-Alleinregierung.

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