Stadlbauer sieht "Wehleidigkeit" bei ÖVP-Frauen

Wien (SK) "Die vehementen Untergriffe der VP Frauen sind nichts anderes als beleidigte Wehleidigkeit", sagt SPÖ-Bundesfrauensekretärin, SPÖ-Abgeordnete Bettina Stadlbauer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Das gebe ÖAAB-Frauenvorsitzende Gertrude Brinek auch indirekt zu, wenn sie in einem Presse-Interview sagt, die ÖVP-Frauen hätten sich gemerkt, wie sich die SPÖ-Frauen im Wahlkampf verhalten hätten und würden Barbara Prammer, die designierte Nachfolgerin von Heinz Fischer, deshalb als Zweite Nationalratspräsidentin nicht wählen. ****

"Doch weder mangelnde Fairness 'emanzipierter Frauen' noch 'linke Emanzen' wie Ferrero-Waldner feststellte, haben diese Wahlniederlage verursacht", sagt Stadlbauer. Dass der studierten Soziologin Barbara Prammer, quasi als Revanche, Qualifikation für den Posten der Zweiten Nationalratspräsidentin abgesprochen wird, gehe nun doch zu weit. Barbara Prammer habe sich in ihrer langen Karriere als umsichtige Politikerin gezeigt, die für die rechtliche und faktische Gleichstellung der Geschlechter eintritt und diesen Standpunkt auch vehement vertritt.

"Dass Barbara Prammer nicht qualifiziert sein soll, weil sie nicht Juristin ist, erstaunt", sagt Stadlbauer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst." Für keinen politischen Posten im Parlament ist ein abgeschlossenes Jusstudium Voraussetzung und andere Erste, Zweite und Dritte Nationalratspräsidenten vor ihr haben gezeigt, dass Qualifikation in diesem Amt nichts mit einem solchen Studium zu tun haben muss."

Auch die bisher einzige ÖVP-Frau in diesem Amt, Marga Hubinek, ist keine Juristin gewesen, ebenso wenig Herbert Haupt (FPÖ), Thomas Prinzhorn (FPÖ) oder gar Leopold Figl (ÖVP). "Und junge Frauen werden sich freuen, dass höchste Ämter im Staat nicht von abgeschlossenen Studien abhängen. Denn seit Einführung der Studiengebühr durch die schwarz-blaue Regierung ist vielen Mädchen der Weg zu den Unis aus finanziellen Gründen versperrt," sagt Stadlbauer. (Schluss) se/mm/mp

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