SP-Haider: VA Tech braucht Sicherheit und keine Zerschlagungsszenarien

ÖIAG darf sich nicht zurückziehen sondern muss bei Kapitalerhöhung mitziehen

Linz (OTS) - Die jüngsten Überlegungen zur Eigentümerstruktur und zur Frage der Kapitalerhöhung bei der VA Tech stoßen in Oberösterreich auf entschiedenen Widerstand.
"Die völlig ungewisse Zukunft der Eigentumsverhältnisse des für Oberösterreich und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so wichtigen Konzerns VA Tech sind ein wirtschaftspolitischer Wahnsinn. Gerade in der jetzigen Phase würde dieser oberösterreichische Leitbetrieb Sicherheit und einen klaren Zukunftskurs benötigen. Ich fordere daher die ÖIAG sowie Bundeskanzler Schüssel und Finanzminister Grasser auf, dass bei der beabsichtigten Kapitalerhöhung mitgezogen wird. Außerdem soll die ÖIAG ihren Anteil weiter halten", forderte Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, angesichts der jüngsten Meldungen zur Zukunft der VA Tech.

Wie schon bei der Voest zeige sich auch bei der VA Tech, dass die Wirtschaftspolitik dieser Regierung ein Desaster sei. Mit der jüngsten Entwicklung sei einmal mehr bewiesen, dass Schüssel und Grasser strategisch bedeutendes öffentliches Eigentum, wie den ÖIAG -Anteil an der VA Tech, durch ideologisch motivierte, kurzsichtige Ausverkaufspolitik zu einem Spielball für Börsenspekulanten verkommen lassen. Anhand dieser "Chronique scandaleuse" könne leicht nachvollzogen werden, wie ein bedeutender Technologiekonzern mit 17.800 Mitarbeitern destabilisiert werde. Das sei entschieden abzulehnen, denn das hätten sich die Menschen dort nicht verdient, ergänzte Haider.

"Die oberösterreichische Sozialdemokratie und die Arbeitnehmervertretung haben bereits bei der Verschleuderung des Staatsanteiles an der Voest bewiesen, dass so eine Entwicklung in Oberösterreich nicht einfach hingenommen wird. Sollte es nicht rasch Sicherheit und Klarheit für die Zukunft der VA Tech geben, werden wir wieder handeln. Für uns geht es dabei um die richtige Wirtschaftspolitik für den Standort Oberösterreich und nicht um eine Reverstaatlichung," stellte Erich Haider klar.

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