Kossina: 1,8 Millionen Euro jährlich für Lärmschutz

Zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Lärmsituation in Wien

Wien (OTS) - "Lärm ist in Wien, wie in jeder anderen Großstadt auch, ein ernstes Problem", stellte Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina aus Anlass des heutigen "Internationalen Tages gegen den Lärm" fest. So unterschiedlich die Quellen des Lärms sind -Verkehr, Gewerbebetriebe oder Nachbarn -, so unterschiedlich sind auch die Gegenmaßnahmen. Kossina: "Es gibt keine einfache Lösung, die alle Lärmerreger auf einmal verschwinden lässt. Notwendig sind viele Einzelmaßnahmen in Planung, Technik und Verkehr, die die Situation für die Betroffenen verbessern. Dafür arbeitet Wien sehr engagiert und kann auch auf die Unterstützung von bewährten Partnern wie etwa der ÖBB bauen." Für die Errichtung von Lärmschutzwänden an Eisenbahnstrecken gibt die Stadt Wien jährlich bis zu 1,8 Millionen Euro aus, der Bund stellt dafür Mittel in selber Höhe zur Verfügung.****

Lärmschutzprojekt Bahnhof Leopoldau

Als gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Reduktion von Lärm nannte Kossina die Errichtung von Lärmschutzwänden mit einer Länge von mehr als 2,2 Kilometer im Bereich Bahnhof Leopoldau, wo die erste Bauphase kürzlich abgeschlossen werden konnte. Zusätzlich werden mehr als 400 Lärmschutzfenster und -türen bei 45 Wohngebäuden eingebaut. Stadt Wien und Bund (über die SchIG) übernehmen dabei jeweils die Hälfte der Investitionskosten von mehr als 2 Millionen Euro. Kossina:
"Damit sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Leopoldau auch in Zukunft als attraktive Wohngegend erhalten bleibt." Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien und ÖBB im Bereich Lärmschutz soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.

Mit LOIS und SYLVIE gegen den Lärm

Auf einer Skala von 1 (sehr stark) bis 5 (gar nicht) bewerteten die Wienerinnen und Wiener bei der groß angelegten Studie "Leben in Wien" die Lärmbelastung, der sie ausgesetzt sind, mit 3,60. Die Störung durch Pkw hat gegenüber 1995 leicht abgenommen (von 33 auf 31%), jedoch zugenommen bei Motorrädern, Lkw und beim Fluglärm (von 10 auf 18% aller Befragten).

Mit einer Vielzahl von Projekten rückt Wien dem Lärm zu Leibe:
Neben Lärmschutzwänden wird der Einbau von Schallschutzfenstern gefördert, Tempo-30-Zonen und andere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung reduzieren auch den Lärm. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel werden durch moderne Schallschutztechnik immer leiser.

Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) hat dem Lärm an vielen Fronten den Kampf angesagt. Ihre Lärm-Experten sind bereits in die Planungsphase neuer städtebaulicher Projekte eingebunden, testen moderne Methoden zur Lärmminderung - derzeit etwa Schallschutzwände mit transparenten Bauteilen an Eisenbahnstrecken - und nehmen sich konkreter Probleme an: So wurden im mittlerweile abgeschlossenen Projekt SYLVIE (SYstematische Lärmsanierung von innerstädtischen WohnVIErteln) Lärmverursacher und Lärmbelastete in Wien-Neubau an einen Tisch gebracht und es entstand eine transparente Lärmschutzwand beim Theodor-Körner-Hof in Wien-Margareten, die gleichzeitig eine der größten Photovoltaikanlagen Wiens ist und umweltfreundlichen Strom liefert. Als Teil von SYLVIE wurde LOIS entwickelt, das Wiener LärmOnlineInfoSystem, Unter http://www.lois.wien.at/ erfahren Interessierte alles, was man zum Thema Lärm in der Stadt wissen sollte. Die "Lärmfibel" mit zahlreichen Tipps, wie sich jeder Einzelne vor Lärm schützen kann, und weitere Broschüren können kostenlos bei der MA 22 (Folderservice) unter der Telefonnummer 4000/88220 bestellt werden.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) wög

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