Wiener Kassenvertrag - Hundstorfer: "Solidarisch finanziertes Gesundheitssystem muss erhalten bleiben!"

Wien (SPW-K) - "Es ist Leichtsinn, wenn wesentliche Teile des
Wiener Gesundheitssystem von der ÖVP als Spielweise verwendet werden", sagte heute Gemeinderat Rudolf Hundstorfer im Rahmen der Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat zum Thema "Die Chaos-Gesundheitspolitik der ÖVP und ihre schwerwiegenden Folgen für Wien". "So wird von der ÖVP zunächst mit allen Mittel versucht, die gesetzliche Krankenversicherung zu zerstören, und im Nachhinein wehleidig das Ergebnis beklagt."****

Die Strategie des Bundeskanzlers sei es, der Bevölkerung vorzugaukeln, dass die Wiener Gebietskrankenkasse nicht mit Geld umgehen könne, so Hundstorfer weiter. "Dabei ist es das Verdienst der Bundesregierung, die mit gezielten Maßnahmen und ihrem Nichtagieren bei der Arbeitslosigkeit der Kasse Mindereinnahmen beschert hat." Allein 2003 seien der Kasse 80,5 Mio Euro entgangen: Durch die Beitragspauschalierung bei den Arbeitslosen, die Verlagerung der Bundesbeiträge für die Spitäler oder die Absenkung Beitragsgrundlage für Zivildiener. Mindereinnahmen habe es weiters durch Beitragssenkungen für die Wirtschaft gegeben. "Diese Mindereinnahmen müssen von der Wiener Gebietskrankenkasse verkraftet und von den Versicherten aufgebracht werden!"

Die Kasse selbst habe jedenfalls ihre Hausaufgaben gemacht, so Hundstorfer. "Sie hat die Verwaltungskosten gesenkt und den Personalstand massiv verringert. Im Vergleich mit allen anderen Kassen in Österreich liege die WGGK mit ihren niedrigsten Verwaltungskosten im Spitzenfeld - "und das obwohl Wien die meisten Versicherten und die größte Ärztedichte hat!"

Allen Unkenrufen zum Trotz habe die Wiener Kasse beschlossen, den Ärztevertrag auf neue Beine zu stellen, während es der ÖVP nur darum gehe, das auf Solidarität aufgebaute Gesundheitssystem zu zerstören. "Wir wollen aber dafür sorgen, dass genau dieses solidarisch finanzierte Gesundheitssystem erhalten bliebt!" schloss Hundstorfer. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Mobil: 0664 826 84 31
michaela.zlamal@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001