"Eco spezial" am 29. April in ORF 2: Der Wirtschaftsstandort

Österreich im neuen Europa

Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert in der Spezialausgabe des Wirtschaftsmagazins "Eco" am Donnerstag, dem 29. April 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende Themen:

Verkehrslawine: EU fährt durch Österreich

Die EU-Osterweiterung fördert Handel und Tourismus mit unseren neuen EU-Nachbarn. Das bedeutet auch mehr Verkehr. Vor allem der massiv ansteigende Lkw-Verkehr wird das heimische Straßennetz enorm belasten. Besondere Probleme zeichnen sich dort ab, wo Schnellstraßen und Autobahn fehlen, nämlich Richtung Norden und Nordosten - nach Tschechien, in die Slowakei und nach Polen. Auf diesen Routen quälen sich jetzt schon täglich Verkehrslawinen durch viele kleine Ortschaften. Hat Österreich diesen Teil des Straßenausbaus verschlafen? Welche Verbindungen werden als nächste geschaffen? Wann wird Wien umfahrbar sein? "Eco" bringt Prognosen über den ungebremsten Anstieg des Verkehrs und die aktuellen Pläne für neue Straßen. Ein Bericht von Hans Tesch.

Bahn profitiert: mehr Züge, mehr Gütertransporte

Die ÖBB sind bereits jetzt einer der größten Nutznießer der EU-Erweiterung. Fast die Hälfte des gesamten grenzüberschreitenden Güterverkehrs wird mit den Ostländern abgewickelt und die Gewinne wachsen jährlich um ca. fünf Prozent. Für den Personenverkehr bringt der Takt-Fahrplan zusätzlich zu den Fernverbindungen pro Tag 64 grenzüberschreitende EURegio-Züge in beide Richtungen. Das rechnet sich bereits, sagt der ÖBB-Direktor. Peter Pirker berichtet.

Manager gesucht: Die Neuen brauchen Experten

Rund um die EU-Osterweiterung steigen die Ängste vieler Österreicher um ihren Arbeitsplatz. Doch gibt es auch einen Gegentrend. Viele Österreicher arbeiten bereits bei den neuen EU-Nachbarn. Ob Banken, Niederlassungen österreichischer Firmen oder große Ostkonzerne:
Österreichische Arbeitskräfte sind gefragt. Meist geht es dabei nicht um Facharbeiter, sondern um Führungsjobs, bei denen allfällige Gehaltsunterschiede kaum eine Rolle spielen. Große Personaldienstleister klagen allerdings über mangelnde Mobilität der Österreicher. Bei der Suche nach Jobs ist der Blick in Richtung Osten noch nicht sehr ausgeprägt. Ein Bericht von Bettina Fink.

Aufschwung Ost: Unsere Firmen boomen in Tschechien

Prag ist eine beliebte Touristenattraktion, die Stadt hat ihre einmalige Architektur renoviert. Die Fassaden strahlen in neuer Farbenpracht, die Dächer der Altstadt sind neu gedeckt. Österreichische Unternehmer sorgen dafür, dass Prag noch schöner wird und auch schön bleibt. Der eine - die Firma Bramac - ist Marktführer bei Dachziegeln in Tschechien und profitiert vom Boom bei Neubau und Renovierung. Die Firma Reiwag ist seit vielen Jahren mit Reinhaltung und Abfallbeseitigung im Prestigebezirk Kleinseite und Hradschin beauftragt. Otto Hörmann berichtet über österreichische Pioniere der EU-Erweiterung beim nördlichen Nachbarn.

Der Profit ruft: Geschäfte der Jungunternehmer

Sie sind jung und einsatzbereit, glauben an ihre Ideen und sind zum Risiko bereit: junge österreichische Unternehmer, die die EU-Erweiterung für sich nützen und nach dem ersten Mai grenzenlose Geschäfte machen wollen. Während die einen den neuen Markt rechtzeitig erkannt, sich schon früh engagiert haben und jetzt aus der Poleposition starten können, müssen andere noch einige unerwartete Hürden überwinden. Sabine Zink zeichnet Porträts zweier ganz unterschiedlicher junger Unternehmen, die sich für die Zeit nach der Erweiterung rüsten: Der eine, ein burgenländischer Blumenzüchter, möchte mit seinen Spezial-Violen den ungarischen Markt erobern und muss erkennen, dass das gar nicht so einfach ist. Der andere, ein findiger Eventmanager, der riesige Veranstaltungen mit Schlittenhunden organisiert, wittert jetzt in Tschechien das große Geschäft.

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