ÖAMTC-Tipps für die sichere Fahrt durch den Tunnel (Teil 3)

Bei Panne oder Unfall Ruhe bewahren - Wer richtig reagiert, kommt meist heil davon

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ob Unterführung oder kilometerlanger Gebirgstunnel - eine Fahrt durch den Tunnel hat für viele Autofahrer etwas Beklemmendes. "Die dunklen Röhren wirken auf fast alle Menschen bedrohlich. Gerade Tunnelfahrten erfordern vollste Konzentration der Autolenker. Die Verkehrsregeln müssen unbedingt eingehalten werden, um jedes Risiko auszuschließen", rät ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke.

Der ÖAMTC-Testleiter des internationalen Tunnel-Tests hat zahlreiche Tipps für die sichere Fahrt durch die Röhre zusammengestellt:

* Rechtzeitig tanken: Bei jedem zweiten Notfall in Tunnels sind Fahrzeuge verwickelt, die wegen eines leeren Tanks liegengeblieben sind. Vor Tunnels lohnt sich daher der Blick auf die Tankanzeige und bei Bedarf sollte nachgetankt werden.

* Schon vor der Tunneleinfahrt: Abblendlicht einschalten, Sonnenbrille abnehmen und auf Ampelsignale und Schilder achten.

* Für eine saubere Luft im Auto: Alle Fenster sollten geschlossen und die Lüftung auf Umluft gestellt werden. Auf diese Weise gelangen weniger Schadstoffe in das Wageninnere.

* Mit Abstand sicherer unterwegs: Im Tunnel gilt ein Mindestabstand von 50 Metern zum voranfahrenden Fahrzeug. In einem Tunnel ist das leicht einzuhalten, gibt es doch alle 1.000 Meter 50 Meter lange Haltebuchten, die besonders ausgeleuchtet sind. Auf Höhe der 50 Meter langen Haltebucht darf sich nur ein Fahrzeug befinden, ansonsten ist der Abstand zum vorderen Fahrzeug zu gering. Geschwindigkeit und Abstand lassen sich in einem Tunnel schwerer abschätzen als auf der Autobahn. Deshalb muss unbedingt das Tempolimit beachtet werden.

* "Kommt es zum Stau im Tunnel, sollte man die Warnblickanlage einschalten und mit ausreichendem Abstand stehen bleiben", empfiehlt Matzke. In einröhrigen Tunnels darf niemals die doppelte Sperrlinie überfahren werden. Auch in zweiröhrigen Tunnels gilt: Niemals gegen die Fahrtrichtung fahren, außer auf Anordnung der Sicherheitskräfte.

Wenn doch was passiert ist, unbedingt Ruhe bewahren. "Bei Panne oder Unfall nur ja keine Panik aufkommen lassen. Wer richtig reagiert, kommt meist heil davon", sagt Matzke.

Verhaltenstipps bei Panne oder Unfall im Tunnel

* Niemals auf der Fahrbahn anhalten, sondern versuchen, die nächste Pannenbucht zu erreichen. Nötigenfalls im zweiten Gang solange den Starter betätigen, bis die nächste Pannenbucht erreicht ist. Dort sofort die Motorhaube öffnen, denn oft treten Brände später auf. Bei geschlossenem Motorraum ist die Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher fast unmöglich.

* Via Notruftelefon Hilfe holen, die Telefone sind alle 200 Meter in Nischen untergebracht.

* Die Anweisungen der Tunnelwarte über Lautsprecher oder Radio unbedingt befolgen.

Bei Rauchentwicklung sollte man den Brandherd sofort über die gekennzeichneten Fluchttüren verlassen. "Ja nicht auf Kinder oder Tiere im Auto vergessen", sagt Matzke. Schnell greifbare Wertsachen und warme Kleidung kann man ebenfalls mitnehmen. Den Autoschlüssel sollte man stecken lassen.

Die detaillierten Ergebnisse des großen ÖAMTC-Tunnel-Tests 2004 und alle bisherigen Tunnel-Tests findet man auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/tests/.

Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafikübersicht aller getesteten Tunnels und die Europa-Karte mit den getesteten Tunnels sowie Fotos sind im ÖAMTC-Foto-Service unter http://www.oeamtc.at/presse/ abrufbar.

Aviso an die Hörfunk-Redaktionen:
Ein Audio-Beitrag mit ÖAMTC-Tunnel-Experten Willy Matzke ist auf der APA-Audio-Plattform verfügbar.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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