Sicherheits-Welttag: GdG gedenkt der Opfer von Arbeitsunfällen

Hundstorfer: "Müssen Zahl der Unfälle im Dienst weiter senken!"

Wien (GdG/ÖGB). (OTS) - Mehr als zwei Millionen Menschen weltweit sind nach Schätzungen der International Labour Organization (ILO) allein im Jahr 2002 aufgrund von Arbeitsunfällen und gesundheitsschädigenden Arbeitsbedingungen gestorben. Zum heutigen "Commemoration Day" fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, weitere Anstrengungen zum Senken von Arbeitsunfällen.++++

133 KollegInnen mussten in Österreich im Vorjahr bei tödlichen Arbeitsunfällen ihr Leben lassen. Allein im Bereich des Bauwesens verunglückten 38 Menschen, bei Außendiensttätigkeiten erlitten 28 Menschen einen tödlichen Verkehrsunfall. Weitere 73 Menschen starben bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeit. Ihrer wird heute gedacht.

Die ILO hat den 28. April zum "Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz" (Commemoration Day) erklärt, denn Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit ist ein Menschenrecht. Dabei wird auch jener Menschen gedacht, die bei Arbeitsunfällen verletzt wurden, deshalb beeinträchtigt sind und nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt am Erwerbsleben teilnehmen können.

"Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Österreich ist über die letzten zehn Jahre um 40 Prozent zurückgegangen. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen", erklärte der GdG-Vorsitzende zum Sicherheits-Welttag. Der 28. April sei ein Anlass, mehr Bewusstsein über arbeitsbedingte Erkrankungen zu schaffen. Dazu zählen neben den klassischen physischen Belastungen vor allem Erkrankungen, die durch psychische Belastungen wie Stress und Arbeitsdruck ausgelöst werden sowie Muskel- und Skeletterkrankungen. Zahlreiche nationale und internationale Studien kommen zu dem Schluss, dass rund 50 Prozent des gesamten Krankheitsgeschehens durch Faktoren der Arbeitswelt bedingt sind.

"Konkret fordern wir die Einrichtung eines nationalen Präventionsrates in der AUVA" stellt Hundstorfer fest und ergänzt "darüber hinaus ist ein gesetzlicher Forschungs- und Präventionsauftrag an die AUVA zur präzisen Erfassung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren unbedingt notwendig".

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Informationen im Internet: www.gdg.at

ÖGB, 28. April 2004 Nr. 280

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