"Konsument"-Test: Mikrowellengeräte mit Griller

Enorme Unterschiede bei Preis, Ausstattung und Bedienbarkeit. Nur wenige machen dem Backrohr Konkurrenz.

Wien (OTS) - Krachende Semmeln für das Sonntagsfrühstück aus der schnellen Welle? Pizza mit knusprigem Boden wie beim Italiener? Glaubt man der Werbung, ist das für Mikrowellen mit Grillfunktion kein Problem. Das Verbrauchermagazin "Konsument" geht in seiner aktuellen Ausgabe der Frage nach, ob solche Geräte auch das Backrohr ersetzen. Zwölf Modelle zwischen 55 und 400 Euro treten zum Vergleich an - vom No-Name-Produkt bis hin zur Luxusausführung. Fazit:
Auftauen, Garen und Erwärmen ist für die meisten kein Problem. Aber beim Grillen hapert`s - das schaffen nur teure Geräte mit Zusatzfunktionen.

Die Kandidaten mussten in vier Kategorien zum Vergleich antreten:
Handhabung, Umwelteigenschaften, Sicherheit und praktische Prüfung. Im Praxistest war Können beim Grillen, Auftauen, Garen und Aufwärmen gefordert.

Gleich vorneweg: Die meisten Testprodukte enttäuschen in der Disziplin Grillen. Obwohl sämtliche Geräte mit Grillfunktion ausgestattet sind, schaffen es nicht alle, Semmeln oder Pizza knusprig hinzubringen. Nur Modelle, die sich laut Beschreibung ausdrücklich fürs Aufbacken eignen, bringen das auch "gut" zustande. "Konsument" rät: Für wirklich gute Leistungen beim Grillen braucht es Geräte mit Zusatzfunktionen - und die sind teuer. Einfache Mikrowellen mit Griller liefern höchstens eine leichte Bräunung an der Oberfläche der Speisen. So wurde das Brathuhn bei den meisten Modellen zwar durchgegart, die typische Farbe fehlte aber.

Wer Speisen nicht nur schnell aufwärmen, sondern auch selbst zubereiten will, wird enttäuscht. In den meisten Gebrauchsanweisungen finden sich dazu kaum Hinweise. Die Tester des Verbrauchermagazins "Konsument" starteten zum Teil drei Versuche, um eine passable Lasagne zuzubereiten.

Privileg von Quelle (80 Euro) verfügt - neben zwei weiteren Geräten - über eine "sehr gute" Bedienungsanleitung und ein umfangreiches Kochbuch. Von Können und Preis her ist das Modell unschlagbar, dem Backrohr Konkurrenz machen können allerdings nur Sharp (200 Euro) und Whirlpool (269 Euro) dank Zusatzfunktionen.

Die Testprodukte wurden auch hinsichtlich eines eventuellen Austritts von Strahlen überprüft. Beruhigend: Kein Gerät lässt eine erhöhte Mikrowellenstrahlung nach außen. Auch bei älteren Geräten, die noch zusätzlich unter die Lupe genommen wurden, stellten die Tester keine Leckstrahlung über dem erlaubten Emissionsstandard fest.

Details zu den Geräten, Tipps zum richtigen Umgang mit der Mikrowelle sowie Informationen zum Thema Mikrowellengeschirr präsentieren die Mai-Ausgabe des "Konsument" und www.konsument.at.

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VKI-Technik 1
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