"Konsument"-Test: Autokauf-Finanzierung

Was zählt, sind die Gesamtkosten. Autos aus dem Osten nicht unbedingt billiger.

Wien (OTS) - Selten war die Verhandlungsbasis beim Autokauf für Kunden so gut wie jetzt: Der Autohandel agiert offensiv und versucht mit großem Werbeaufwand sowie allerlei Anreizen und Beigaben das Geschäft anzukurbeln. Das Testmagazin "Konsument" analysiert anhand von drei Modellen - VW Golf V, Ford Mondeo und Renault Espace - die günstigsten Finanzierungsvarianten. Fazit: Durch Barkauf spart man am meisten. Leasing über Bank ist meist günstiger als beim Händler.

Vor dem Autokauf/-leasing interessiert vor allem der mögliche Preisnachlass. Der Test zeigt, dass Rabatte zwar je nach Autohersteller variieren, innerhalb einer Marke ist der Spielraum der Händler aber sehr gering. Maximal sechs Prozent auf den Listenpreis bot VW, Renault lockte mit bis zu 10,5 Prozent. Nachlässe bis zu zehn Prozent gab es bei Ford - noch ohne den speziellen Dieselbonus. "Konsument" rät: Egal wie das Auto später finanziert wird, bei Verhandlungen zuerst immer als Barkäufer auftreten.

Neben einem ordentlichen Rabatt zählt auch eine gute Beratung. Diese ist dann besonders wichtig, wenn das Auto nicht bar bezahlt, sondern fremdfinanziert wird. Grundsätzlich gilt: Am günstigsten ist immer noch der Barkauf. Wer den Kaufpreis bar nicht zur Verfügung hat, kann zwischen Leasing und Kredit wählen. Im Test boten alle Händler Leasingvarianten an, Kreditfinanzierungen wurden hingegen nur auf Anfrage genannt. Möglicher Grund: Die Gestaltungsmöglichkeiten beim Leasing erlauben dem Händler mit optisch niedrig wirkenden Raten zu werben.

Auch wenn Kreditfinanzierungen auf den ersten Blick - aufgrund der höheren monatlichen Rate - teurer erscheinen: Günstige Bankkredite können durchaus mit Leasingangeboten mithalten. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Kunden fürs Leasing. Das Testmagazin empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen. Leasingbanken bieten meist bessere Konditionen als Händler. Im Test kostete der VW Golf mittels Händlerleasing um bis zu 14 Prozent mehr als bei der günstigsten Leasingbank. Die unterschiedliche Höhe der Anzahlung, der monatlichen Raten und des Restwertes machen einen Vergleich schwer. "Konsument" rät daher: Bereits im Verkaufsgespräch nach den Gesamtkosten der Finanzierung erkundigen. Meist erfahren Kunden erst bei Unterzeichung des Vertrages, welche Kosten tatsächlich auf sie zukommen.

Leasingverträge bieten einen gewissen Komfort für jene, die von vornherein planen, nach drei oder vier Jahren auf neue Automodelle umzusteigen und sich um den Verkauf des Fahrzeugs nicht kümmern wollen. Mögliche Nachteile sind allerdings: Im Gegensatz zu Barkauf oder Kredit ist der Leasingnehmer nicht Eigentümer des Wagens. Er kann daher nicht frei über das Fahrzeug entscheiden. Auch eine vorzeitige Kündigung oder ein Totalschaden kommen teuer: Die ausstehenden monatlichen Raten müssen trotzdem bezahlt werden.

Dass Autos in den neuen EU-Nachbarländern - Testland war die Slowakei - grundsätzlich billiger sind, hat sich im "Konsument"-Test nicht bestätigt. Ersparnisse gibt es - wenn überhaupt - in der Klein-und Kompaktwagenklasse. Zusätzliche Kosten können den Preisvorteil aber rasch auffressen. Rabatte wurden den Testern nicht gewährt. Ein entscheidender Kostenfaktor ist die Geldtransaktion: Je nachdem, ob und wo man Bargeld wechselt oder den Wagen mittels Überweisung bezahlt, kommen unterschiedliche Wechselkurse und -spesen zur Anwendung, die ebenfalls den Preisvorteil schmälern.

Details zu den Testergebnissen sowie eine Checkliste für Barkäufer, Leasingnehmer und Kreditnehmer präsentieren "Konsument" im Mai und http://www.konsument.at.

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