Sorge um Betrieb auf Mariazellerbahn und Ybbstalbahn wächst

Fahrplanmäßiger Regelbetrieb für Pendler/Schüler wichtig

St. Pölten (NLK) - Zweiter Landtagspräsident Ewald Sacher und die Landtagsabgeordneten Ing. Franz Gratzer, Mag. Günther Leichtfried, Prof. Dr. Siegfried Nasko und Herbert Thumpser gaben heute im Landhaus in St. Pölten eine Pressekonferenz, die den niederösterreichischen Schmalspurbahnen und insbesondere der Mariazellerbahn und der Ybbstalbahn gewidmet war. Anlass war die bevorstehende Landtagssitzung, in der SPÖ und ÖVP einen Antrag für den Erhalt der Schmalspurbahnen einbringen werden.

Sacher setzte sich besonders für die rund 100 Kilometer lange Mariazellerbahn und die etwa 70 Kilometer lange Ybbstalbahn ein, weil beide noch - zum Unterschied von jenen im Waldviertel - einen fahrplanmäßigen Regelbetrieb aufweisen. Gerade jetzt bestehe aber die Sorge, dass seitens der ÖBB der fahrplanmäßige Regelbetrieb auf den zwei Schmalspurbahnen eingestellt werden könnte. Dann würden nur noch "touristische Sonderfahrten" stattfinden, sagte Sacher.

Diese beiden Bahnen seien aber wichtige Verkehrsadern in den Regionen. Damit die Betriebsführung auf beiden Strecken gesichert werden kann, wurde ein Übereinkommen zwischen dem Land und der Republik Österreich über 35 Millionen Euro als Investitionen für die Infrastruktur bis zum Jahr 2008 abgeschlossen. Konkrete Maßnahmen gemäß diesem Vertrag wurden aber bisher noch nicht gesetzt. Vor allem Fahrbetriebsmittel, also etwa Triebwagengarnituren, seien notwendig. Auf der Mariazellerbahn würde nämlich bereits jetzt oft ein Schienenersatzbetrieb geführt, weil Züge ausfallen, so Sacher. Zudem forderte er, dass die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich die notwendigen Maßnahmen einleiten solle, damit die Mariazellerbahn, besonders die Bergstrecke, in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen werde.

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