GPA zu Veloce-Streik: Geschäftsführung darf Dialog mit BotInnen nicht länger verweigern

GPA-Plattform für atypisch Beschäftigte work@flex

Wien (GPA/ÖGB) (OTS) - Einen dringenden Appell an den Geschäftführer von Veloce, in einen fairen Dialog mit den streikenden BotInnen zu treten, richtete heute die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA).++++

"Das Verhalten des Veloce-Geschäftsführers, Paul Brandstätter, sollte eigentlich in einer modernen Wirtschaft nichts mehr verloren haben. Die Zeiten, in denen ein Einzelner in patriarchalischer Manier über seine Beschäftigten bestimmt, sollten eigentlich der Vergangenheit angehören", erklärt Nicholas Hauser von den GPA-Interessengemeinschaften.

"Die Forderungen der BotInnen sind weder überzogen noch unrealistisch. Der Einblick in die Versicherungsverträge oder die pünktliche Auszahlung der Honorare etwa sollte in einem modernen Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein", so Hauser.

"Wir erinnern anlässlich der heutigen Kundgebung aber auch daran, dass in Österreich tausende Beschäftigte unter prekären Arbeitsbedingungen ohne grundlegende sozial- und arbeitsrechtliche Absicherung arbeiten. Die Probleme bei Veloce sind sozusagen nur die Spitze eines Eisberges. Die GPA fordert deshalb unter anderem die Einbeziehung von atypisch Beschäftigten in die Arbeitslosenversicherung und das Recht auf betriebliche Interessenvertretung. Die GPA bietet für alle atypisch Beschäftigten mit der Interessengemeinschaft work@flex eine politische Plattform, in der sie innerhalb gewerkschaftlicher Strukturen gemeinsam mit BetriebsrätInnen ihren Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen können", so Hauser abschließend.

Mehr dazu im Internet: www.interesse.at/flex

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ÖGB, 27. April 2004 Nr. 277

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