Grillitsch: Bauernbund fordert ein praxistaugliches Bundestierschutzgesetz

Nutztierhaltungs-Diskussion im Unterausschuss des Verfassungsausschusses

Wien (AIZ) - Im Unterausschuss des Verfassungsausschusses, der zur Behandlung des Bundestierschutzgesetzes eingesetzt wurde, stand heute vorrangig die Nutztierhaltung zur Diskussion. Die ÖVP und der Österreichische Bauernbund traten in der Ausschussdebatte erneut für ein praxistaugliches und wettbewerbsfähiges Bundestierschutzgesetz für Österreichs Bauern ein.

"Das Bundestierschutzgesetz ist für eine kleine Bevölkerungsgruppe - die österreichischen Bauern - von sehr großer Bedeutung. Seit Menschengedenken sind sie durch ihren intensiven Kontakt und ihre Erfahrung mit den Tieren die Experten im Tierschutz. Diese große Verantwortung nehmen die österreichischen Landwirte sehr ernst und auch mit Freude und Selbstverständlichkeit wahr. Österreichs Bauern haben nichts zu verbergen. Tagtäglich stehen sie in unmittelbarem Kontakt zu ihren Tieren und beweisen in vielen gesetzlichen und freiwilligen Kontrollen, dass sie kompetent und verantwortungsbewusst handeln", stellte NR Fritz Grillitsch, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, anlässlich der parlamentarischen Tierschutzdebatte fest.

"Tierschutzinteressen müssen jedoch mit den wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen auf die bäuerlichen Betriebe abgewogen werden. Angesichts der aktuellen Einkommensentwicklung und Preisdiskussion bedeutet ein weiteres Hinaufschrauben der Standards eine massive Bedrohung für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung. Der Durchschnittsbauer in Österreich kann sich die Umsetzung überzogener Forderungen einfach nicht leisten und müsste seinen Hof aufgeben. Der Großteil der Lebensmittel käme dann aus Ländern, die es mit dem Tierschutz bei weitem nicht so ernst nehmen wie unsere Bäuerinnen und Bauern. Deshalb brauchen wir ein praxistaugliches Bundestierschutzgesetz, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Österreichischen Landwirte auch weiterhin garantiert", so Grillitsch. (Schluss)

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