Grüne gratulieren der Regenbogen-Republik Südafrika zu zehn Jahren Demokratie Lunacek: Viel erreicht, aber noch langer Weg zu gehen

Wien (OTS) Mit einem Glückwunsch-Schreiben gratulierte Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, der "Regenbogen-Republik" Südafrika zum heutigen zehnjährigen Demokratie-Jubiläum. "Unter den beiden Präsidenten Nelson Mandela und Thabo Mbeki hat der ehemalige Apartheid-Staat Entscheidendes geleistet, um die materiellen und geistigen Folgen der jahrzehntelangen rassistischen Diktatur zu beseitigen," betont Lunacek im Schreiben an den südafrikanischen Botschafter in Wien, Prof. Alfred Tokollo Moleah.
Sie weist sowohl auf die "hervorragende und mit breiter öffentlicher Beteiligung entstandene demokratische Verfassung" hin als auch auf die Verbesserung der Lebenssituation (u.a. Häuser, Schulen, Strom-und Wasserversorgung) für "Millionen von Schwarzen SüdafrikanerInnen in den letzten zehn Jahren".

Dass die südafrikanische Regierung auch in vielen Teilen Afrikas an der Friedensvermittlung und Friedenssicherung beteiligt ist, hält Lunacek für eine zentrale Rolle des neuen Staates am Kap, der damit nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch eine Führungsrolle in Afrika übernommen hat. Bedauern drückte Lunacek darüber aus, dass es dem jüngst mit überwältigender Mehrheit wiedergewählten Präsidenten Thabo Mbeki im letzten Jahr nicht gelungen ist, den auch in Afrika äußerst umstrittenen simbabwischen Präsidenten Mugabe zur Anerkennung seiner Wahlniederlage sowie zu einem Ende des Aufschaukelns der Landfrage im nördlichen Nachbarland zu bewegen. "Ich hoffe, dass Mbeki in seiner zweiten Amtszeit hier erfolgreicher sein wird," erklärte Lunacek.
Die Abgeordnete der Grünen gab in ihrem Schreiben auch der Hoffnung Ausdruck, dass die südafrikanische Regierung in Zukunft bei der Bekämpfung der (Jugend-)Arbeitslosigkeit erfolgreich sein und einen eindeutigen Kurs in Sachen Bekämpfung von HIV-Infektionen und Behandlung von Aids-Kranken fahren werde: "Die südafrikanischen Menschenrechtsorganisationen haben ja mit ihrem exemplarischen Sieg gegenüber einer Pharma-Firma Preisnachlässe für die teuren Aids-Medikamente erzwungen. Die südafrikanische Regierung sollte bei Aufklärung und Behandlung von Kranken hier ganz klar mit den entsprechenden Organisationen der Zivilgesellschaft kooperieren," betonte Lunacek abschließend.

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