SPÖ-Frauen im Landesverteidigungsausschuss fordern: Das Heer braucht mehr Frauen!

Platter ist bei der Schaffung besserer Voraussetzungen säumig!

Wien (SK) Das Heer braucht mehr Frauen! Darüber sind sich Opposition und Regierung einig. Die 5-Jahres Bilanz zeigt, dass es ein wichtiger und richtiger Schritt war, das Bundesheer für Frauen zu öffnen. Die Soldatinnen zeichnen sich durch Fleiß, Ernsthaftigkeit und großes Verantwortungsbewusstsein aus. Doch immerhin 65 Prozent aller Frauen schaffen die Aufnahme in das Österreichische Bundesheer nicht. Und dies ausschließlich aufgrund der umstrittenen Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Diese schikanöse Prozedur muss umgehend an das frauenspezifische Leistungsniveau angepasst werden, betonten am Dienstag die SPÖ-Frauen im Landesverteidigungsausschuss Bettina Stadlbauer, Beate Schasching, Marianne Hagenhofer und Katharina Pfeffer anlässlich des Landesverteidigungsausschusses. ****

Minister Platter versprach in der Ausschusssitzung vom 3. Juli 2003 (!) Lösungen für dieses drängende Problem der Soldatinnen. "Bis heute, 27. April 2004 fehlen immer noch konkrete Vorschläge des Landesverteidigungsministeriums", kritisierte Stadlbauer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Auch von einer Anhebung des monatlichen Verdienstes für Frauen war nichts mehr zu hören obwohl Minister Platter Überlegungen dazu in Aussicht gestellt hatte.

Die SPÖ, deren Ziel es ist, die Zugangschancen für Frauen in das Österreichische Bundesheer zu verbessern, fordert konkret:

* Frauen, die im österreichischen Bundesheer den Ausbildungsdienst absolvieren, sollen ab dem ersten Tag und bis zum Ende des siebenten Monats jenen Lohn bekommen, den männlichen Zeitsoldaten vom sechsten bis Ende des siebenten Monats bekommen. Im Jahr 2003 betrug dieser Lohn 725,90 Euro netto monatlich.

* Die körperlichen Aufnahmetests für Frauen sind funktionsspezifisch zu gestalten und jedenfalls so zu verändern, dass die körperlichen Voraussetzungen von Frauen (sie liegt im Schnitt um ein Viertel unter jenem der Männer) berücksichtigt werden.

Es ist hoch an der Zeit, dass der Minister von Lippenbekenntnissen zu konkreten Maßnahmen schreitet. Es ist sicherlich sinnvoll Töchtertage, die "als Schnuppertage bei der Truppe gedacht sind" zu organisieren, doch ohne Anpassung der Voraussetzungen werden dadurch nicht mehr Frauen in das österreichische Bundesheer kommen. Wir fordern Minister Platter auf, umgehend im Sinne der Frauen zu handeln, schlossen Stadlbauer, Schasching, Hagenhofer und Pfeffer. (Schluss) ../mm

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