JVP fordert attraktives Bundesheer

"Neue Lage: 180 Tage" - Sechs Monate Wehrdienst sind genug

Klagenfurt (OTS) - Für ein modernes Bundesheer und eine Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate tritt die Junge Volkspartei ein. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt präsentierten heute die Bundesobfrau der JVP und Vertreterin der Jugend in der Bundesheerreformkommission, NAbg. Silvia Fuhrmann, und der Kärntner JVP-Obmann LAbg. Stephan Tauschitz ihre Vorstellungen zur Erneuerung des Grundwehrdienstes.

Neben der plakativen Forderung "Neue Lage: 180 Tage" ver-langt Fuhrmann den ausbildungsadäquaten Einsatz beim Bun-desheer - damit der gelernte Koch nicht Mechaniker wird -, die Möglichkeit der Weiterbildung während des Präsenzdienstes und die Stärkung der Funktion des Soldatensprechers: "Damit nicht jemand, der sich für seine Kameraden einsetzt, mit entspre-chenden Diensten an Wochenenden und Feiertagen rechnen muss."

Ein unabhängiger Disziplinarrat soll in Zukunft für objektive An-hörungen bei Vergehen sorgen. Weiters sollen die Freizeitmög-lichkeiten in den Kasernen verbessert, ein freiwilliger Präsenz-dienst auch für Mädchen eingerichtet und die Milizkräfte voll-ständig auf Freiwilligkeit umgestellt werden. Fuhrmann: "Ich bin für ein modernes Heer, das Weiterbildung und Sport ebenso anbietet wie den kostenlosen Internet-Zugang, damit man nicht während dieser Zeit völlig von der Realität abgekapselt ist."

Für LAbg. Tauschitz geht es dabei um Grundsatzentscheidun-gen, die im Zuge der großen Bundesheerreform getroffen wer-den könnten: "Wenn wir in Zukunft noch ein funktionsfähiges Bundesheer haben wollen, und dazu bekennen wir uns, dann müssen wir jetzt handeln." Die Vorschläge der JVP hätten nicht Reformen im Sinne von Einsparungen zum Ziel, sondern wür-den Maßnahmen aufzeigen, um das Heer für die Jugend attrak-tiver zu machen. In Ländern wie der Schweiz oder in Skandina-vien sei die Jugend stolz auf ihre Landesverteidigung - in diese Rolle müsse auch das österreichische Bundesheer gebracht werden, fordert Tauschitz: "Die Welt hat sich seit der Schaffung des Bundesheeres stark verändert, die weltweiten Bedrohungs-szenarien und innerösterreichischen Aufgaben sind andere ge-worden. Deshalb muss man sich der heutigen Realität anpas-sen."

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Volkspartei
Kommunikationsleitung
kommunikation@oevpkaernten.at
Tel.: +43 (0463) 5862
http://www.oevpkaernten.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OVK0001