ÖGB gedenkt Menschen, die bei Arbeitsunfällen verunglückten

Verzetnitsch: "Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Krankheiten bekämpfen"

Wien (ÖGB) - Am 28. April, dem sogenannten Commemoration Day, wird weltweit jener Menschen gedacht, die einen tödlichen Arbeitsunfall erlitten haben. Allein 2003 starben in Österreich 133 Menschen bei Arbeitsunfällen, 73 Menschen verunglückten beim Weg von oder zur Arbeit. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist in Österreich in den vergangenen zehn Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. "Aber jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel. Der ÖGB setzt alles daran, die Arbeitsunfälle und die Zahl der arbeitsbedingten Krankheiten zu verringern", sagt ÖGB-Präsident Verzetnitsch.++++

Der Gedenktag findet heuer zum neunten Mal statt. Er geht auf Initiativen der kanadischen Gewerkschaftsbewegung im Jahr 1989 zurück und wird mittlerweile in zehn Staaten als nationaler Gedenktag begangen. In mehr als 100 Ländern werden heuer an diesem Tag Aktivitäten stattfinden. Nach Schätzungen der ILO (International Labour Organisation) starben 2002 aufgrund von Arbeitsunfällen und gesundheitsschädigenden Arbeitsbedingungen weltweit 2.256.335 Menschen.

Die ILO hat den 28. April zum "Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz" erklärt. ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits weist in diesem Zusammenhang auf die Problematik von arbeitsbedingten Erkrankungen hin: "Auch arbeitsbedingte Erkrankungen sind für die Betroffenen mit persönlichem Leid verbunden und mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit, die bis zur Berufsunfähigkeit und Invalidität reichen kann. Wir müssen mehr Bewusstsein über arbeitsbedingte Erkrankungen schaffen." Zu den arbeitsbedingten Erkrankungen zählen vor allem Erkrankungen, die durch psychische Belastungen, Stress und Arbeitsdruck ausgelöst werden sowie Muskel- und Skeletterkrankungen. Rund 50 Prozent des gesamten Krankheitsgeschehens sind durch Faktoren der Arbeitswelt bedingt. Neben Präventionsmaßnahmen gegen Arbeitsunfälle müssten deshalb in Zukunft auch verstärkt Initiativen zur Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungen gesetzt werden, so Csörgits abschließend.

ÖGB, 27. April
2004
Nr. 276

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