SJÖ: Solidarität mit den Streikenden bei Veloce

Sozialistische Jugend fordert Abschaffung atypischer Beschäftigungsverhältnisse

Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend erklärt sich mit den streikenden FahrerInnen der Botenfirma Veloce solidarisch. Die BotenfahrerInnen veranstalten heute um 11 Uhr eine Demonstration, die um 13:30 mit einer Abschlusskundgebung vor der Veloce-Zentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk endet. Nachdem die atypisch beschäftigten BotenfahrerInnen am 25. März und am 25. April gestreikt hatten, wurden sie "gekündigt". Die Geschäftsführung entfernte mehrmals den Aushang zur Betriebsratswahl. Die Forderungen der FahrerInnen lauten wie folgt:

  • Wiederbeschäftigung der "gekündigten" BotInnen
  • Rückkehr des Veloce-Geschäftsführers an den Verhandlungstisch
  • Bezahlung des vollen Anteils am Umsatz sowie an der Preiserhöhung
  • Angleichung der Gehälter von Anfängern an jene von länger Beschäftigen
  • Entgeltzahlung am Monatsanfang
  • Rückerstattung von Mobiltelefon-Kosten für Gespräche mit dem Unternehmen
  • Offenlegung der Verträge mit den Versicherungen und Krankenkassen

Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert die Abschaffung atypischer Beschäftigungsverhältnisse, da sie geltendes Arbeitsrecht untergraben. "Atypische Beschäftigungsverhältnisse sind lediglich eine Strategie, erkämpftes Recht wieder rückgängig zu machen und ArbeitnehmerInnen zu BittstellerInnen zu degradieren bzw. sie der Willkür der UnternehmerInnen auszusetzen", so Kollross am Dienstag.

Atypische Beschäftigung betrifft in Österreich mehr als 50 000 Menschen - Tendenz steigend und für Kollross ein alarmierender Trend:
"Von der 'neuen Flexibilität' profitieren nur die Unternehmen - die Beschäftigten bleiben dabei auf der Strecke. Gerade in diesen Beschäftigungsverhältnissen gestaltet sich auch der Arbeitskampf sehr risikoreich, da rechtlicher Schutz kaum vorhanden ist. Es ist darum ein mutiger Schritt der Beschäftigten bei Veloce, sich offen für die ihnen zustehenden Rechte einzusetzen, der seitens der SJÖ zu 100 Prozent solidarisch unterstützt wird."

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SJÖ, Wolfdietrich Hansen
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