SJÖ: Ferrero-Waldner hat nichts verstanden

Vasold: Ferrero-Waldner kann sich selbst an den Hut heften, nicht von Frauen gewählt worden zu sein

Wien (SK) Empört zeigt sich Stefanie Vasold, Frauenpolitische Sprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), über die jüngsten Aussagen der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin, die "linken Emanzen" hätten geschadet und könnten ab jetzt "das Frauenthema nicht mehr spielen". "Dass sich Ferrero-Waldner einerseits mit dem Frauenfähnchen schmückt und andererseits gegen 'linke Emanzen' wettert, ist der Gipfel der Lächerlichkeit. Sie hat in ihrem Wahlkampf und auch davor deutlich gezeigt, was sie und die ÖVP für ein Frauenbild haben: Seit mehr als drei Jahren trägt sie die speziell gegen Frauen gerichtete 'Heim-und-Herd'-Politik der Bundesregierung mit. Da braucht Ferrero-Waldner sich überhaupt nicht zu wundern, dass sie von den meisten Frauen die rote Karte bekommen hat", so Vasold am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Vasold betont, dass es mehr braucht, als Frau zu sein, um für emanzipatorische Frauenpolitik zu stehen: "Ferrero-Waldner sei gesagt, dass es genau diese ‚linken Emanzen' waren, die für die Rechte der Frauen gekämpft und sie durchgesetzt haben. Die Ex-Präsidentschaftskandidatin, die sich selbst immer von der Frauenbewegung distanziert hat, ruht sich auf diesen Fortschritten aus und versucht, sie als die ihren auszugeben."

Vasold rät Ferrero-Waldner, endlich aufzuhören, bloße Gemeinplätze zu propagieren, sondern sich mit der Geschichte der Frauenbewegung auseinanderzusetzen. "Die Bundesregierung drängt Frauen aus dem Beruf. Sie erhöht die Lohnschere zwischen Frauen und Männern. Sie kürzt Frauenprojekten die Gelder und als Spitze des Ganzen unterstützt der Bundeskanzler, der laut Außenministerin in der 'Hierarchie' klar über ihr steht, radikale AbtreibungsgegnerInnen, die den Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper nehmen wollen. Die Handschrift einer solchen Politik ist alles andere als emanzipatorisch. Im Gegenteil: Sie versucht, alle Fortschritte auf dem Gebiet der Frauenpolitik wieder rückgängig zu machen. Falls Ferrero-Waldner Interesse daran hat, ihr Wissen über den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung zu erweitern, so schlage ich ihr als Einführung die neue Broschüre der Sozialistischen Jugend vor. Das bringt vielleicht ein wenig Licht in die Sache. Ob es hilft, ist zu bezweifeln", so Vasold abschließend. (Schluss) up/mp

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