Frais: Klares Grün-Votum für Fischer gibt Anlass für Kurswechsel der OÖ-Grünen

8200 der Linzer Grün-Wähler der GR-Wahl 2003 entschieden sich für Fischer

Linz (OTS) - Die Linzer Wählerstromanalyse zur Bundespräsidentenwahl zeigt, dass die Grün-Wähler (der Gemeinderatswahlen 2003) in der Landeshauptstadt - mit 8200 Fischer-Stimmen und nur 1000 Ferrero-Stimmen - ein klares Votum für den SP-Kandidaten abgegeben haben. SP-Klubchef Dr. Karl Frais sieht darin Anlass zum Nachdenken für die Parteispitze der Grünen in Oberösterreich: "Mit der Wahl von Dr. Heinz Fischer haben sich die Grün-Wähler zu den von ihm repräsentierten politischen Werten wie Fairness, soziale Gerechtigkeit und Dialogbereitschaft bekannt. Das ist auch ein klares Signal für einen offenen politischen Wettbewerb und eine Absage an die Ausgrenzungspolitik, die von ÖVP und Grünen in Oberösterreich gegenüber der SPÖ betrieben wird."

Die Grüne Parteispitze werde sich Gedanken über einen Kurswechsel machen müssen, um den Erwartungen ihrer Wähler gerecht zu werden, argumentiert Frais. "Die derzeitige Rolle der Mehrheitsbeschafferin einer kanzlertreuen Landes-ÖVP widerspricht den Forderungen nach Dialogbereitschaft und sozialer Gerechtigkeit, für welche die Grün-Wähler votierten. Heinz Fischers Sieg ist auch ein Sieg von politischer Fairness und einem offenen Zugang zu politischen Themen -das sollte von allen politisch Tätigen berücksichtigt werden."

Der Erfolg von Heinz Fischer ist - so der SP-Klubobmann - auch ein Erfolg der oö. SPÖ: "Weil die von Heinz Fischer vertretenen politischen Werte auch von der SPÖ Oberösterreich mit Nachdruck vertreten werden. Wir fordern den offenen politischen Wettbewerb der besten Ideen und eine faire Politik, die im Gegensatz zu ‚Speed kills‘ von Diskussions- und Dialogbereitschaft geprägt ist. Nachdem auch die Grün-Wähler deutlich für diese Werte eingetreten sind, erwarten wir uns nun von der Parteispitze der Grünen in Oberösterreich ein Umdenken in diese Richtung."

Überraschend sei das klare Grüne Wählerverhalten auch deswegen, da sich die Parteispitze der oberösterreichischen Grünen bis zuletzt mit Wahlaussagen bedeckt gehalten habe, erklärt Frais. "Am 21.04.04 ließ Anschober noch medial ausrichten, dass es von ihm keine Wahlempfehlung gäbe, und dass ‚er seine Wahl dem Landeshauptmann mitgeteilt habe‘, diese aber nicht öffentlich verkünden wolle. Das sehr mündige Wählerverhalten der Grün-Sympathisanten sollte Anschober zu denken geben", schließt der SP-Klubchef.

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