VÖV-Präsident wurde Bundespräsident

Wien (SK) In der Geschichte der Erwachsenenbildung dürfte es europaweit einmalig sein, dass der ehrenamtlich tätige Präsident eines großen Erwachsenenbildungsverbandes zum Präsidenten seines Landes gewählt wird. Am 25. April 2004 wurde Dr. Heinz Fischer als langjähriger Nationalratspräsident und derzeitiger 2. Präsident in überzeugender Weise mit klarer Mehrheit zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt. Heinz Fischer war am 27. Februar 1999 zum Präsidenten des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) gewählt wurde, den er seither unter schwierigen Rahmenbedingungen mit Tatkraft und großem Erfolg leitet. ****

In einer Grundsatzrede hat Fischer bei der 28. Hauptversammlung des VÖV am 14. November 2003 mit Sorge auf die derzeit dominierende Tendenz eines Rückzugs des Staates aus der Verantwortung für Bildung hingewiesen. Angesichts dieser Situation hat er eine Veränderung der Tätigkeit des VÖV in Richtung einer verstärkten europäischen Projekttätigkeit begrüßt, um drastische Mittelkürzungen zumindest teilweise abfangen zu können.

Der soeben zum Bundespräsident von Österreich gewählte VÖV-Präsident wurde am 9. Oktober 1938 in Graz geboren, promovierte 1961 zum Dr. juris, wurde 1971 erstmals in den Nationalrat gewählt, war Klubobmann der damaligen Sozialistischen Partei, Wissenschaftsminister und zwölf Jahre lang Präsident des Österreichischen Nationalrates. Nach seiner Habilitation wurde Fischer 1978 Universitätsdozent für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und 1994 zum ordentlichen Universitätsprofessor ernannt. (Schluss) ps/mm

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