FP-Wagner: Praterunternehmern droht Ruin durch Mongon-Konzept!

Leopoldstadt droht neue Verkehrshölle – kein Finanzierungskonzept vorhanden

Wien, 2004-04-27 (fpd) – Nach der lange erwarteten Präsentation des Masterplanes für den Wurstelprater durch Emmanuel Mongon sah sich der Wiener FPÖ-Gemeinderat Josef Wagner heute in seinen Befürchtungen bestätigt. „In einer langatmigen Präsentation wurden die Betroffenen mit leeren Versprechungen und Zahlenspielen überhäuft. Konkrete Antworten gab es hingegen keine. Offensichtlich sollen auf dem Rücken der Besucher die Praterunternehmer in den Ruin getrieben werden, damit die Stadt Wien zukünftig mehr Geld herausholen kann“, kritisierte Wagner. *****

Wagner verwies in diesem Zusammenhang auf die geplanten Investitionen, die durch die Unternehmer (17 Prozent des Jahresumsatzes) getragen werden müssten. „Es ist zwar erfreulich, dass der Hauptinvestor der Besucher sein wird. Dieser kommt jedoch nur, wenn Investitionen bereits getätigt wurden. Offensichtlich wird hier den Praterunternehmern in typischer sozialistischer Manier ein Konzept ohne Finanzierung aufgezwungen, ohne ihnen ein Mitentscheidungsrecht einzuräumen“.

Jetzt, so der FP-Gemeinderat, sei es auch klar, warum die Stadt Wien mit alteingesessenen Praterunternehmern nur mehr kündbare Verträge mit kurzer Vertragsdauer abgeschlossen habe. „Wer dem Mongon-Plan nicht zustimmt, die vorgegebene Investitionsquote nicht erfüllt und die zu erwartende massive Erhöhung des Pachtzinses nicht akzeptiert, wird gekündigt. Im Gegensatz dazu hat jedoch die rot-schwarze Freunderlwirtschaft tadellos funktioniert und die Firma Novomatik (Glückspielhalle) einen über 40 Jahre unkündbaren Vertrag zu sensationellen Konditionen erhalten“.

Durch die Prater-Pläne drohe der Leopoldstädter Bevölkerung auch eine neue Verkehrshölle. „Emmanuel Mongon fordert für den Wurstelprater 4000 neue Parkplätze. Die schon jetzt durch die Messehallen leidgeprüften Bewohner des 2. Bezirks können sich auf einen Dauerparkplatz Leopoldstadt einstellen, sollten die Mongon-Pläne tatsächlich realisiert werden“, warnte Wagner.

„Die verantwortliche SP-Vizebürgermeisterin Greta Laska ist aufgefordert, nicht länger über die Interessen der Praterunternehmer drüberzufahren. Der Wiener Prater ist nicht das Eigentum der SPÖ sondern gehört allen Wienerinnen und Wienern. Wir sind jedenfalls schon gespannt, ob sich Laska im Rahmen der morgigen Dringlichen Anfrage der Wiener FPÖ in der Gemeinderatssitzung dazu bekennt, die Existenzsicherung des Wurstelpraters mit guter Tradition, familienfreundlicher Unterhaltung und touristischen Traditionen sicherzustellen“, so Wagner abschließend. (Schluss) lb

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