Grüne/Weinzinger: ÖVP kann Wahrheit nicht ins Gesicht sehen

ÖVP wird von TierschützerInnen mit Wahrheit über Käfighaltung konfrontiert

Wien (OTS) Mit einer Aktion haben heute TierschützerInnen vor Beginn des Unterausschusses, der sich zum ersten Mal mit der landwirtschaftlichen Tierhaltung beschäftigt, auf die katastrophalen Zustände in der Legehennehaltung hingewiesen.
Kritik gab es vor allem an den sogenannten ausgestalteten Käfigen, die nach dem Willen der ÖVP im Gesetzesentwurf weiterhin erlaubt sein werden. Die schockierenden Bilder zeigen eingedreckte, kranke und tote Hennen und belegen, dass die Tierquälerei auch in ausgestalteten Käfigen weiterbesteht. Besonders peinlich für die ÖVP ist, dass die Bilder laut Angaben der TierschützerInnen von einem Betrieb stammen, der nur wenige Tage zuvor von der Landwirtschaftskammer besucht und für in Ordnung befunden wurde und laut einer Meldung der APA von der Landwirtschaftskammer als 'geeigneter Kompromiss' angepriesen wurde.

Die ÖVP reagierte pikiert auf die Bilder und empörte sich nicht über die Tatsache der offensichtlichen Tierquälerei, sondern darüber, dass sie im Ausschuss mit solchen Bildern konfrontiert wurde. "Die ÖVP kann der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Statt sich darüber aufzuregen, dass ein Parlament solche Bilder zu Gesicht bekommt, sollten sie lieber die Missstände in der Legehennenhaltung abschaffen und ein gesetzliches und generelles Käfigverbot vorsehen, damit solche Zustände gar nicht mehr bestehen können," so die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger. Sie fordert "ein generelles Käfigverbot und ein Ende anderer Tierquälereinen, die laut dem Entwurf des Bundestierschutzgesetzes weiterhin erlaubt bleiben sollen, wie zum Beispiel das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung".

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