Ferrero-Waldner 1: Wir haben eine tolle Aufholjagd hingelegt

Wahlkampfabschlussveranstaltung der Präsidentschaftskandidatin Dr. Benita Ferrero-Waldner

Wien, 23. April 2004 (ÖVP-PD) "Wir haben eine tolle Aufholjagd hingelegt", so Präsidentschaftskandidatin Dr. Benita Ferrero-Waldner bei ihrer Open-Air-Wahlkampfabschlussveranstaltung in der Wiener Innenstadt. Sie sehe dem Sonntag mit guten Gefühlen entgegen. "Wir befinden uns jetzt auf der Zielgeraden und sind nun dabei auf die Überholspur zu wechseln." Sie fühle sich glücklich und zufrieden, "weil ich in allen Teilen unseres schönen Heimatlandes in den letzten Wochen mit zehntausenden Frauen und Männern zusammengetroffen bin". ****

Denen habe sie sich vorgestellt, denen habe sie ihr 10-Punkte-Programm erklärt und darüber habe sie mit den Menschen auf den Märkten, den Strassen und in Gasthäusern diskutiert. "Ich habe viel Zustimmung und viel Aufmunterung erfahren", so Ferrero-Waldner. Ein überparteiliches Personenkomitee, dem fast 10.000 Menschen angehören, habe sich gebildet, um sie zu unterstützen. Sie habe allen gesagt, "ich will diese Wahl gewinnen und ich will die erste Bundespräsidentin Österreichs werden".

Schließlich gehe es im 21. Jahrhundert nicht darum, nur zurück in die Geschichte, in die Vergangenheit zu schauen, sondern darum, die Herausforderungen dieser Zeit anzunehmen. "Ich werde frischen Wind in die Hofburg bringen!", so Ferrero-Waldner. "Frischer Wind" heiße, auf Pomp und Schnörkel zu verzichten. "Ich brauche keine Amtsvilla und keine Sommerresidenz. Ich brauche keine Amtswohnung. Ich brauche eine Hofburg als Kompetenzzentrum!" "Frischer Wind" heiße auch, die großen Zukunftsfragen ansprechen, Vertrauen schaffen, Sicherheit geben, Streitparteien versöhnen. "Frischer Wind heißt für mich auf die Menschen zugehen, zuhören und jenen helfen, denen es nicht so gut geht." Sie wolle eine Volkspräsidentin, eine Bürgerpräsidentin sein. Ihr Programm - übrigens das einzige in diesem Präsidentschafts-wahlkampf - habe sie in der Fernsehdiskussion auf den Tisch gelegt. Es zeige genau, was sie als Bundespräsidentin für Österreich und seine Menschen tun will.

Die wichtigste Aufgabe einer Präsidentin sehe sie darin, das Ansehen Österreichs in der Welt zu festigen und auszubauen. "Ich kenne nahezu alle Staatsfrauen und Staatsmänner persönlich. Ich kenne sie nicht nur, ich habe mit ihnen gearbeitet und verhandelt. Viele sind meine Freunde geworden." Sie wolle ihre internationalen Kontakte und Verbindungen als ihr Kapital für Österreich einsetzen. Für die Wirtschaft, für die Sicherung der Arbeitsplätze, für die Kunst, für Kultur, Tourismus und den Sport.

Man habe ihr vorgeworfen, sie würde in Zukunft zuviel im Ausland sein. Milchmädchenrechnungen seien in Prozenten erstellt worden. Dabei sei heute allen klar, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist. "Unsere Entwicklung wird von uns selber abhängen, aber auch davon, wie Österreich in der Welt dasteht, dass wir geachtet werden, Freunde haben und verlässlich sind." Schließlich hänge jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich von einer funktionierenden Außenwirtschaft ab. Die Steigerung des Exports um nur einen Prozentpunkt heiße 7.000 Arbeitsplätze mehr. "Wir alle wissen was das bedeutet." Darum sei es wichtig, dass eine Bundespräsidentin im Ausland bekannt sei, dass sie sich in der Wirtschaft und in den internationalen Organisationen zu bewegen wisse, dass sie ein internationales Netzwerk habe. "Bei uns würde man sagen, dass man weiß, wie der Hase läuft", so Ferrero-Waldner. Zu Hause in der Stube zu hocken und in Erinnerungen zu schwelgen, bringe jedenfalls keine neuen Arbeitsplätze.

Außerdem wolle sie in der "neuen Hofburg" ein Kompetenzzentrum einrichten, in dem die Fragen der Zukunft offensiv behandelt werden. "Ich bin keine Oberlehrerin, keine Besserwisserin und schon gar nicht die Chefkommentatorin der österreichischen Innenpolitik", so Ferrero-Waldner. Das Gegenstück zur Regierung sei die Opposition und nicht der Bundespräsident. Und der Verfassungsgerichtshof sei der "Hüter der Verfassung" und nicht der Bundespräsident, so die Außenministerin. (Fortsetzung)

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