Neues Volksblatt" Kommentar: "Neues Leben" (Von Franz Rohrhofer)

Ausgabe vom 24. April 2004

Linz (OTS) - Wer immer noch überlegt, ob er morgen überhaupt wählen gehen wird, sollte sich eines vor Augen halten: Wer jetzt sein Wahlrecht nicht nutzt, hat es für sechs Jahre verspielt. Das andere ist: Es geht auch um die Entscheidung, wohin sich das Amt des Bundespräsidenten, also des österreichischen Staatsoberhauptes künftig entwickelt. Dass es derzeit wenig Ansehen genießt, heißt ja nicht, dass man es nicht braucht. Es muss vielmehr mit neuem Leben erfüllt werden. Die Frage ist morgen, wer hier das bessere Konzept anbietet. Heinz Fischer will das Amt retten, indem er zurückblickt in die Ära sozialistischer Bundespräsidenten - eine Respektsperson, die nicht weiter auffällt oder stört. Das Amt wird damit nicht gestärkt, denn die Politik braucht es nicht wirklich, wie Klestil bitter erfahren musste. Benita Ferrero-Waldner hat ein anderes Konzept. Sie will nicht den juristisch versierten Schiedsrichter abgeben, sondern sich als Symbolfigur anbieten für das Zusammenleben in diesem Staat und in der Welt - offen, kreativ und bürgernah. Ein zutiefst politisches Amtsverständnis, dessen Umsetzung man ihr zutraut. Der Bürger hat die Wahl.

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