Falsch deklarierte Äpfel bei Billa: Verpackungsirrtum von Steirerfrucht

Steirerfrucht und OPST künden nach Verwechslung der Verpackung schärfere Kontrollen an

Wien (AIZ) - Nachdem der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gestern darauf hingewiesen hat, dass die Lebensmittelkette Billa "Kinderäpfel" mit dem Etikett "frisch-saftig-steirisch" anpreise, diese Äpfel aber tatsächlich aus Brasilien stammten und rechtliche Schritte dagegen angekündigt hat, wies Billa den Vorwurf der Irreführung zurück und berief sich auf einen Verpackungsirrtum im Bereich des Lieferanten. Die Ware sei bereits aus den Regalen genommen worden. Der Lieferant Steirerfrucht bestätigte nun in einer Aussendung diesen Irrtum und kündigte künftig verschärfte Kontrollen an: "Sofort nach Bekannt werden des Verpackungsirrtums haben die Firmen Steirerfrucht und OPST (Obst Partner Steiermark GmbH) eine umfassende Kontrolle durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass es unbeabsichtigt zu einer Verwechslung der Verpackungen gekommen ist. Unmittelbar nach Bekannt werden dieses Irrtums wurde die Rückholung der Äpfel veranlasst."

Als Konsequenz werde die OPST im Zuge des Qualitätsmanagements gemeinsam mit ihren Vermarktungsbetrieben die Kontrollen verschärfen, um derartige Verwechslungen in Zukunft auszuschließen. Für die Marke der steirischen Obstbauern "frisch-saftig-steirisch" bestünden strenge Regeln, heißt es weiter: Die rund 1.200 Obstbauern produzierten ausschließlich nach den Regeln der integrierten Produktion. Freiwillig würden sie sich strengen Bestimmungen und Auflagen in Produktion und Hygiene unterziehen. Für die Markenverwendung gebe es zwischen der OPST und ihren 13 Vermarktungsbetrieben Verträge mit klaren Regeln.

Diese Verträge enthalten unter anderem den Passus, dass ausländische Ware nicht als steirische Ware und nicht unter der Markenbezeichnung "frisch-saftig-steirisch" vermarktet werden darf. Seit August 2003 ist die OPST nach den Richtlinien von EUREPGAP, dem weltweit strengsten Qualitätsstandard für den Obstbau, zertifiziert. Dies garantiere die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit von landwirtschaftlichen Produkten zum Schutz des Konsumenten.
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