Lichtenberger: Donauausbau unterhalb Wiens ist verkehrtes Signal im größeren Europa

Kukacka und Gorbach geben zur Erweiterung schlechtes Beispiel

Wien (OTS) "Der von Staatssekretär Kukacka und Minister Gorbach betriebene Donauausbau unterhalb Wiens scheint unabwendbar. Dass gegenüber der letzten Verhandlungsrunde nochmals Abstriche bei den Ausbauzielen gemacht wurden, beweist jedoch, dass die Grünen mit ihrer bisherigen Kritik an den überzogenen Ausbauplänen recht haben. Auch in der nunmehrigen Version bleibt das Projekt verkehrspolitisch wenig sinnvoll und ist als Startschuss für eine neue Ausbauwelle entlang der Donau im Interesse der Schotterlobby zu werten", so Eva Lichtenberger, Verkehrssprecherin der Grünen. "Dieser Entscheidung von Kukacka und Gorbach bringt Ausbaudruck für Hunderte Kilometer Fließstrecke der Donau von Deutschland über Österreich und Ungarn bis Rumänien und Bulgarien. Wertvollste, hochrangig geschützte Naturparadiese sind in Gefahr, bei uns und den Nachbarn. Eine Woche vor der EU-Erweiterung ist das ein völlig verkorkstes Signal des einstigen Umweltmusterlandes Österreich." Insbesondere Hubert Gorbach habe sich damit wohl endgültig von seiner Vergangenheit als Hainburg-Aktivist verabschiedet. Lichtenberger: "Die Donau ist bei aller Bedeutung als Verkehrsweg vor allem ein Naturschatz von europäischer Bedeutung. Schifffahrt ja, aber nicht auf Kosten der Umwelt in Österreich und den anderen Donaustaaten." Lichtenberger erinnert daran, dass die nächsten Angriffe auf die Au mit den Brückenprojekten Traismauer und Marchegg und dem absurden Projekt Lobau-Autobahn bereits bevorstünden: "Die Hemmschwelle von Schwarzblau sinkt tiefer und tiefer, auch Natura 2000 Gebiete und der Nationalpark sind nicht vor den Betonierern in der Regierung sicher. ÖVP und FPÖ machen Österreich mit derartigen Projekten pünktlich zur Erweiterung zum schlechten verkehrs- und umweltpolitischen Beispiel in Europa. Wir Grüne fordern statt fragwürdiger Projekte endlich eine Offensive für die dringend nötige Verbesserung der Schienenverbindungen Richtung Beitrittsstaaten. Von dieser angeblichen Priorität der Bundesregierung ist nämlich trotz Erweiterung kaum etwas zu sehen", so die abschließende Kritik Lichtenbergers.

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