SPÖ-Reiter: Masterplan Verkehr gute Grundlage zur Bewältigung der Verkehrsentwicklung in Wien

Schreckens-Szenario von VP-Hahn unangebracht - Wien macht seine Hausaufgaben

Wien (SPW-K) - "Der im vergangenen Herbst in weiten Bereichen von der Wiener ÖVP mitbeschlossene Wiener Masterplan für Verkehr ist eine gute Grundlage für die Bewältigung der in den nächsten Jahren auf Wien zukommenden Verkehrsprobleme. Umso erstaunlicher ist es daher, wenn nun plötzlich der neue Wiener ÖVP-Stadtrat Hahn ein Verkehrs-Schreckensszenario für die Stadt an die Wand malt, das den Realitäten aber auch den im Zuge der Ausarbeitung des Masterplans seriös erhobenen Prognosen nicht entspricht", stellte Freitag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Günther Reiter, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Ausführungen Hahns fest.

Viele der von Hahn getägten Aussagen seien in sachlicher Hinsicht unzutreffend, weil sie offensichtlich allein von auf schwachen Beinen stehenden Hypothesen ausgingen, setzte Reiter fort. Eine solche sei die Annahme, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs an sämtlichen zurückgelegten Wegen in Wien von derzeit 35 auf 29 Prozent zurückgehen würde. Gerade die im Masterplan aufgelisteten und teilweise bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen würden zu einer Steigerung der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel beitragen und damit den in den letzen Jahren feststellbaren Trend zu den Öffis fortsetzen. Reiter: "Wien macht jedenfalls seine Hausaufgaben. Neue U-Bahnlinien werden ebenso errichtet wie bestehende ausgebaut und zusätzliche Straßenbahnlinien gerade in den städtischen Wachtumsgebieten links der Donau bereits vorgesehen sind".

Für verkehrspolitische Versäumnisse außerhalb Wiens sei jedenfalls nicht die SPÖ-Stadtregierung verantwortlich zu machen. Hier müsste sich Hahn an die richtigen Adressaten, nämlich seine Freunde in der schwarzblauen Bundesregierung wenden, führte Reiter weiter aus. Das betreffe nicht nur die Versäumnisse beim Ausbau der Schienenwege, sondern auch leistungsfähiger Straßenverbindungen in die neuen EU-Staaten. Die Wiener Stadtregierung dränge - und dies sei natürlich Hahn bekannt - seit langer Zeit auf den Ausbau sowohl der Nord-, Nordwestbahn, der beiden Äste der Ostbahn als auch der Pottendorfer Linie und der Aspangbahn sowie auf die Errichtung des Straßen-Umfahrungsrings der Bundeshauptstadt. Leider sei diesbezüglich seitens des Bundes außer Absichtserklärungen in Form eines bereits wieder überholten Generalverkehrsplans nicht allzu viel geschehen. "Nicht Wien, sondern vordringlich die schwarzblaue Bundesregierung ist gefordert, endlich in der Verkehrspolitik Nägel mit Köpfen zu machen", schloss Reiter. (Schluss)

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