"Vienna Biocenter 2" geht in Betrieb

Häupl: Sehr gute Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Wien

Wien (OTS) - Nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit wird heute, Freitag Abend, das "Vienna Biocenter 2"im Rahmen eines Festaktes eröffnet. Für den Wissenschaftsstandort Wien ist das ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft. Das betonte auch Bürgermeister Dr. Michael Häupl in der Medienkonferenz - mit symbolischer Hausübergabe - anlässlich der Eröffnung des Biocenters, ebenfalls am Freitag, die er gemeinsam mit Intercell-Chef Prof. Alexander von Gabain, Dr. Bernd Riessland, Geschäftsführer des WWFF sowie DI Bernhard Ölz, Vorstand der Prisma Holding gab. Er sei stolz auf diesen zweiten Teil des Biocenters und freue sich auf die weitere Entwicklung, sagte Häupl -ein dritter Bauteil ist bereits im Planungsstadium. Generell habe Wien als Technologiestandort in den drei von der Stadt geförderten Schwerpunktbereichen in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen und sich in Europa hervorragend positioniert: so eben im Bereich Life Sciences, wo nach dem Start des Vienna Bio Centers vor zehn Jahren heute bereits 1000 Menschen arbeiten. Weiters in der Informations- und Kommunikationstechnologie, wo die Stadt mittlerweile mit 8000 Betrieben europäische Nummer drei nach London und München ist . Und im Bereich der Creative Industries, wo in Wien bereits 100.000 Menschen in 18.000 Unternehmungen arbeiten - mehr als die Hälfte davon sind Neugründungen der letzen zehn Jahre, das jährliche Beschäftigungswachstum beträgt 6 Prozent.****

Infrastruktureller Meilenstein

Das Vienna Biocenter 2, ein weiterer infrastruktureller Meilenstein des Biotechnologie-Campus Vienna Biocenter, wurde im Rahmen eines "PPP-Modells" von der PRISMA Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit ihrem strategischen Partner, der Technologieagentur der Stadt Wien, des ZIT - Zentrum für Innovation und Technologie GmbH umgesetzt, seitens der Stadt Wien wurde das Projekt mit mehr als einer Million Euro finanziert.
Das Vienna Biocenter 2 mit den angesiedelten Unternehmen und Institutionen ist ein weiterer, wichtiger Baustein in der Entwicklung des Biotech-Standortes Wien.

Im neu errichteten Gebäude stehen den Unternehmen aus dem Biotechnologiebereich weitere rund. 4.300 m2 Labor- und Büroflächen zur Verfügung. Das Gebäude ist bereits voll vermietet: 6 Unternehmen haben das VBC 2 als idealen Standort für ihr Unternehmen gewählt.

1.000 Wissenschafter aus über 40 Nationen

Seit 1999 hat sich die Zahl der Biotechnologie-Unternehmen in Wien verdoppelt: heute sind bereits rund 50 Topunternehmen in Wien beheimatet - das sind 75% aller österreichischen Life Science-Firmen. Zurzeit sind über 1.000 WissenschafterInnen aus über 40 Nationen in den bereits bestehenden Einrichtungen am Campus tätig und jährlich sind etwa 200 AbsolventInnen aus den Bereichen Biotechnologie, Biochemie, Molekularbiologie, Mikrobiologie und Genetik zu verzeichnen. Am Campus stehen derzeit insgesamt ca. 65.000 m2 Büro- und Laborflächen zur Verfügung. Nicht zuletzt mit dem Ausbau der wissenschaftlichen Einrichtungen, wie dem Institut für molekulare Biotechnologie am Campus Vienna Biocenter, wird in den kommenden Jahren zur Schaffung von mehr als 2.500 hoch qualifizierten Arbeitsplätzen in der Forschung beigetragen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit am Campus Vienna Biocenter decken ein breites Spektrum ab und reichen von der Erforschung neuer Krebstherapien über die Entwicklung von Impfstoffen bis zu modernster Chiptechnologie.
Die nächsten Projekte:

Stadt Wien stellt 20,6 Mio. Euro für Forschungszentrum am Campus Vienna Biocenter zur Verfügung

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Vienna Biocenter 2 entsteht das neue Institutsgebäude der österreichischen Akademie der Wissenschaften am Campus des Vienna Biocenter. Das Institutsgebäude wird von der Stadt Wien mit mehr als 20 Millionen Euro unterstützt. Untergebracht werden darin das Institut für molekulare Biotechnologie - IMBA unter Prof. Penninger und das Gregor Mendel- Institut - GMI für molekulare Pflanzenbiologie unter Prof. Schweizer. Mehr als 100 Forscherinnen werden dort tätig sein.

Die Architektur des Institutsgebäudes stammt, wie die des Vienna Biocenter 2, ebenfalls von Prof. Boris Podrecca. Die Stadt Wien hat das Projekt, unter anderem durch die Bereitstellung des
2.800 m2 großen Bauplatzes am Campus Vienna Biocenter im Wert von 2,9 Mio. Euro, die Beteiligung in der Höhe von 15 Mio Euro an den Errichtungskosten und der Übernahme von Übersiedlungskosten in der Höhe von 2,7 Mio. Euro ermöglicht.

Weiterer Ausbau des Campus Vienna Biocenter durch ZIT und PRISMA

ZIT und PRISMA planen, in den nächsten Monaten, ein weiteres Labor- und Bürogebäude (ca. 5.000 m2) am Standort zu errichten. Damit ist auch für die Zukunft ein hochwertiges Angebot an Labor- und Büroflächen gesichert.

o Campus Poliklinik

In unmittelbarer Nähe zum AKH wurde vom privaten Investor Competence Investment AG (CIAG), an dem sowohl ZIT als auch PRISMA maßgeblich beteiligt sind, das Areal der ehemaligen Poliklinik erworben. Hier entsteht - auch durch die Synergien mit dem AKH - ein weiterer international sichtbarer Life Sciences Standort (ca. 16.000 m2) in Wien.

Siegerprojekte des ZIT-Calls "Vienna Life Sciences 2004"

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Biocenter 2 findet am Freitagabend auch die Bekanntgabe der Siegerprojekte des ZIT-Calls "Vienna Life Sciences 2004" statt. Mehr als drei Millionen Euro werden in diesem Rahmen zur Förderung von Forschungsprojekten bereit gestellt, so WWFF-Geschäftsführer Bernd Riessland. Zwölf Unternehmen und deren Projekte werden damit unterstützt, insgesamt gab es 31 eingereichte Projekte. (Schluss) gab

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