Massiver Frauendiskriminierung gegensteuern

Mehr als jede dritte Frau arbeitet bereits Teilzeit.

Wien (OTS) - Der GLB fordert sofortige Gegenmaßnahmen zur Ausbreitung der atypischen Beschäftigungsverhältnisse

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist auf ein neues Rekordhoch geklettert: rund 670.000 Personen sind nach den aktuellen Erhebungen der Statistik Austria teilzeitbeschäftigt.

Von den Teilzeitbeschäftigten ist mit 572.000 der überwiegende Teil weiblich - Tendenz weiter steigend.

Beatrix Todter, Spitzenkandidatin des Gewerkschaftlichen LinksBlocks (GLB) bei der bevorstehenden AK-Wahl, fordert effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung der massiven Frauendiskriminierung am Arbeitsmarkt: "Der GLB kämpft dafür, dass die sozialen und rechtlichen Bedingungen für die Frauen massiv verbessert werden. Das gesamte Sozialsystem orientiert sich immer noch an der männlichen Erwerbsbiographie einer durchgehenden Beschäftigung. Durch Unterbrechung wegen Kindererziehung oder Pflegearbeit waren Frauen schon immer von diesem System benachteiligt." Der GLB, so Todter weiter, trete an, um dieses System in Frage zu stellen und Alternativen zu seiner Überwindung anzubieten.

Todters Forderungen: existenzsichernde Arbeit und Grundsicherung für alle, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, keine Zwang zur Teilzeitarbeit oder geringfügiger Beschäftigung, keine Pensionsharmonisierung auf dem Rücken der Frauen, ein flächendeckendes Netz kostenloser Kinderbetreuungseinrichtungen - für 50.000 Kinder fehlen derzeit überhaupt Plätze - und Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein.

Fiskalpolitische Maßnahmen zur Umverteilung des Reichtums von oben nach unten oder etwa die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe würden konkrete Projekte zur Gegensteuerung der Frauendiskriminierung volkswirtschaftlich absichern, so Todter abschließend.

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