Grüne/Weinzinger: Käfighaltung ist Tierquälerei

Landwirtschaftskammer argumentiert haarsträubend

Wien (OTS) "Was die Landwirtschaftskammer hier verbreitet ist grober Unsinn und eine verzweifelte Aktion, eine tierquälerische Haltungsform zu verteidigen. Käfighaltung ist Tierquälerei," kritisiert die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, die heutige Aussendung der Landwirtschaftskammer zu Käfighühnern. Der haarsträubende Unsinn, dass die Kleingruppenhaltung von Hühnern 'der sozialen Struktur von Hühnern entspricht', kann von jedem Verhaltungsforscher widerlegt werden. In einer Dissertation der Tierärztlichen Hochschule in Hannover (2002) wird darauf hingewiesen, dass auch in ausgestalteten Käfigen die Legehennen an herabgesetzter Knochenfestigkeit leiden, sie können nicht artgemäß aufbäumen und ruhen. Ferner wurde eine gestörte Eiablage nachgewiesen, weil das Nest zu klein ist und keine geeigneten Reize wie Einstreu im Nest vorhanden sind. Schließlich ist es auch im ausgestalteten Käfig nicht möglich, eine geeignetes und mit einer dicken Schicht Einstreu gefülltes Sandbad zu integrieren, damit alle Tiere ungestört in arttypischer Weise Sandbaden können. "Statt tierquälerische Käfige zuzulassen, sollten Anstrengungen unternommen werden, um den Käfighaltern den Umstieg auf alternative Systeme zu erleichtern und die alternativen Haltungssysteme zu optimieren" fordert Weinzinger.

Auch ökonomisch ist Käfighaltung ein grober Unsinn," so Weinzinger weiter. "Gerade unmittelbar vor der Erweiterung der EU wären die österreichischen ProduzentInnen gut daran beraten, verstärkt auf Qualitätsproduktion zu setzen. Die steigende Nachfrage der KonsumentInnen nach Freilandeiern bestätigt das," so Weinzinger und verweist darauf, dass sich bereits sehr viele UnternehmerInnen auf einen Ausstieg aus der Käfighaltung vorbereiten. "Wessen Interessen die Landwirtschaftskammer also eigentlich vertritt, muss man sich fragen. Offensichtlich geht es hier um einen reinen Justamentstandpunkt gegen den Tierschutz und gegen ökonomisch sinnvolle Perspektiven," schließt Weinzinger.

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