Körner-Fonds 2: 73.500 Euro Starthilfe für zukunftsweisende wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten

Außerdem Zeitgeschichte-Doyenne Erika Weinzierl für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Wien (AK) - Die Erforschung der Gründe für Wiener Straßennamen, die Diagnose von Augenschäden ohne Eingriff in den Körper, die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen außerfamiliärer Kinderbetreuung und Chancengleichheit von Frauen: Das sind drei Beispiele für insgesamt 41 Arbeiten, für die heuer der Theodor-Körner-Fonds für Wissenschaft und Kunst Starthilfe vergibt. Die Preise verlieh AK Präsident Herbert Tumpel an der Universität Wien. Die Förderung soll ermöglichen, dass junge ForscherInnen und KünstlerInnen ihre Arbeit fortsetzen können. Nicht wenige der 41 Ausgezeichneten sind übrigens ehemalige StudentInnen der Zeitgeschichte-Professorin Erika Weinzierl. Der Körner-Fonds zeichnete die Doyenne der Zeitgeschichte für ihr Lebenswerk aus.

Die Wiener Stadtgeschichte - und damit auch die Geschichte der Menschen, die in der Stadt leben und arbeiten: Sie wird deutlich, wenn der Historiker und Weinzierl-Schüler Peter Autengruber die Geschichte der Benennung von Straßen und Plätzen in Wien untersucht. Seine Forschungsergebnisse helfen besser zu verstehen, was sich wann und wo in der Hauptstadt der Monarchie, dann im Roten Wien, im Ständestaat und im Nationalsozialismus und wieder in
der Republik abgespielt hat. Peter Autengruber bekam eine Körner-Förderung im Bereich Geistes- und Kulturwissenschaften.

Förderung im Bereich Medizin, Naturwissenschaften und Technik ging neben anderen an den Augenarzt Stefan Sacu. Er untersucht an der Wiener Universitätsklinik für Augenheilkunde, wie sich ein neues "berührungsloses" Messprinzip für die menschliche Netzhaut auf die Diagnose von Retinitis Pigmentosa anwenden lässt, das ist eine Netzhaut-Erkrankung, die zu Blindheit führen kann - die neue Methode kommt ohne Eingriff in den Körper der Betroffenen aus.

Für Arbeiten im Bereich Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften fördert der Körner-Fonds Györgyi Kern ("Die Bedeutung der außerfamiliären Kinderbetreuung für die Chancengleicheit der Frau in der Arbeitswelt") oder Andreas Zach ("Wien als IT-Osteuropazentrale. Ein Städtevergleich mit Bratislava und Prag"). Pro Person wurden Preise bei zu 3.000 Euro vergeben.

Für ihr Lebenswerk zeichnete der Fonds Erika Weinzierl aus, die Doyenne der österreichischen Zeitgeschichte. "Ich glaube, ich habe nichts anderes getan, als mich jahrzehntelang gegen Antisemitismus und Fremdenhass einzusetzen", dankte sie für die "Ehre, die ich nicht verdient habe."

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