Mehr Geld für Familien und Pendler

LH Haider: 180.000 Kärntner zahlen ab 2005 keine Lohnsteuer -Gratis-Steuerhotline 0800 201 209 ist enormer Erfolg und wird weitergeführt

Klagenfurt (LPD) - Die Steuerreform 2004/2005 wird am 6. Mai im Parlament beschlossen werden. Landeshauptmann Jörg Haider hob heute im Rahmen einer Pressekonferenz die vielen Vorteile für Arbeitnehmer, Familien und Pendler und zahlreiche Details dieser Steuersenkung hervor, die die größte in der zweiten Republik darstelle und ohne Gegenfinanzierung erfolge. Auch die diskutierte Steueramnestie werde es nicht geben. Wie der Landeshauptmann betonte, sei das Familienpaket mit Wirkung ab 2004 vorgezogen worden.

Von den Absetzbeträgen pro Kind würden in Kärnten rund 20.000 Alleinerzieher und rund 70.000 Alleinverdiener mit Kindern profitieren. Besonders hingewiesen wurde auf die 15prozentigen Erhöhung der Pendlerpauschale, die Anhebung der Zuverdienstgrenzen und Steuerfreigrenzen beim 14. und 14. Gehalt. Kärnten helfe neben der zusätzlichen landeseigenen Pendlerhilfe auch noch durch die Billigdieselaktion in den Straßenbauämtern in Klagenfurt (ab Mai in Hermagor, Spittal und Greifenburg, ab Juli in Villach), die auch samstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet haben.

Ab Juli wird der Kinderzuschlag und die erhöhte Pendlerpauschale in die laufende Lohnverrechnung bei den Unternehmen miteinbezogen. Für das erste Halbjahr 2004 werde vom Arbeitgeber eine Abrechnung in Form einer Einmalzahlung im November erfolgen. Unterbleibt diese Aufrollung, dann kann der Arbeitnehmer Anfang 2005 einen Lohnsteuerausgleich beim Finanzamt vornehmen.

Ein großer Erfolg sei die vom Land eingerichtete Gratis-Steuerhotline 0800 201 209, die auch künftig als Hilfestellung für die Steuerzahler weitergeführt werde. Insgesamt sei es bislang gelungen, die Summe von einer Million Euro an Steuerausgleich zu erwirken.

Auf die Homepage www.lohnsteuerzurueck.at (Info-Mail:
lohnsteuerzurueck@ktn.gv.at) seien insgesamt schon über 15.000 Zugriffe erfolgt. An die 1000 Anträge konnten positiv erledigt werden, 2000 telefonische Beratungen habe es gegeben, resümierte Haider. Viele Steuerzahler würden beispielsweise vergessen oder seien zu wenig informiert darüber, ihre Pendlerpauschalen, Versicherungen oder Mietkosten abzusetzen. Seitens des Landes werde bei den eigenen Wohnbaugesellschaften eine diesbezügliche Information erfolgen, um alle Vorteile im Sinne der Mieters bzw. Steuerzahler ausschöpfen zu können.

Mit der großen Tarifreform ab 2005 würden in Kärnten insgesamt 33.000 Arbeitnehmer und Pensionisten (im Vergleich zu 2003) keine Lohnsteuer zahlen. Denn Bruttojahreseinkommen bis 15.770 Euro werden steuerfrei gestellt.

Insgesamt seien es 180.000 Arbeitnehmer, Selbständige und Pensionisten in Kärnten, die ab 2005 keine Lohnsteuer mehr zahlen. Auch die Senkung der Körperschaftssteuer mache Österreich und Kärnten als Wirtschafts- und Investitionsstandort sehr attraktiv, erwähnte der Landeshauptmann. Heute werde er noch auf die Wirtschaftsmesse nach Hannover reisen, um dort für Kärnten bei ansiedlungsbereiten Firmen Werbung zu machen, so Haider.

Weiters erwähnte Haider, dass laut Minister Herbert Haupt ein Entwurf für ein Schwerarbeitergesetz vorliege, das nun begutachtet werde. Menschen mit schweren Berufen (wie Gleisarbeiter, Betonbauer, Dachdecker, Bergbauarbeiter, Busfahrer, Lokführer usw.) sollten demnach bereits mit 55 Jahren (Frauen) bzw. 60 Jahren (Männer) ohne Pensionskürzung in Pension gehen können. Voraussetzung ist, dass sie die erschwerte Tätigkeit mehr als Hälfte der Beitragsmonate ausgeübt haben.
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