Österreich fehlt ein organisiertes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Salzburg (OTS) - Anläßlich des 2. Österreichischen Kongresses "Krebs bei der Frau" wird von Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, dem Präsidenten der Österreichischen Krebshilfe gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. A. Staudach, dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, die Forderung erhoben, endlich auch in Österreich ein organisiertes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm einzuführen.

"Österreich ist das einzige Land in der Europäischen Union, welches noch kein solches Screening hat, obwohl seit mehr als zehn Jahren bekannt ist, dass durch die Mammographie in längstens zwei jährigem Abstand die Brustkrebssterblichkeit um 25% - d.s. in Österreich jährlich 550 Frauen - gesenkt werden könnte", appellieren die Mediziner.

Erste Vorarbeiten von einem Expertengremium gilt es nun so bald wie möglich in die Realität umzusetzen, insbesondere da im Jahr 2006 auf europäischer Ebene eine erste Evaluation dieser Forderung der Europäischen Kommission länderweit stattfinden wird.

Die jährliche Krebsabstrichentnahme bei der Frau hat in Österreich die Zahl der Gebärmutterhals-Krebserkrankungen von 1.000 Frauen auf knapp 300 Frauen p.a. um mehr als 2/3 senken können.

Die Mediziner verweisen darauf, dass Früherkennung bei z.B. Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs nachweislich Leben retten kann. Bereits 100.000 ÖsterreicherInnen haben sich unter http://www.krebshilfe.net angemeldet und erhalten kostenlose Erinnerungen per e-mail an notwendige Untersuchungen.

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Österreichische Krebshilfe
Univ.-Prof.Dr. Paul Sevelda
Tel.: 01/796 64 50 oder 0664/160 06 14
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http://www.krebshilfe.net

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