APA OTS Politikportalanalyse: Medialer Showdown im Kampf um die Hofburg

Ferrero-Waldner knapp vor Fischer

Wien (OTS) - Die innenpolitische Berichterstattung in Österreichs Tageszeitungen stand in der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche (16.-22. April 2004) ganz im Zeichen des Urnengangs für die Bundespräsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag. Das Zentrum der journalistischen Aufmerksamkeit bildeten vor allem Analysen und Kommentare über das Abschneiden der beiden Kandidaten bei der im Vorfeld als mediales Duell stilisierten TV-Konfrontation im ORF-Zentrum (15. April, ORF 2).

In Sachen Medienpräsenz konnte die Außenministerin in den letzten sieben Tagen an Terrain gewinnen und Heinz Fischer um Haaresbreite überholen: Ferrero-Waldner belegt mit 1393 Nennungen in den heimischen Tageszeitungen erstmals die mediale Pole-Position und verdrängt im Endspurt Heinz Fischer (1352 Nennungen) auf den zweiten Rang im Ranking der Top 30 meist genannten PolitikerInnen.

Rang drei nimmt Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (580 Nennungen) vor Vizekanzler Hubert Gorbach (Rang 4; 294 Nennungen) und Innenminister Ernst Strasser (Rang 5; 227 Nennungen) ein.

Neben den Präsidentschaftswahlen provozierte auch die Einigung auf die künftige Rot-Schwarze Koalition in Salzburg eine starke Medienberichterstattung und rückte Neo-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (Platz 17; 82 Nennungen), Neo-VP-Chef Wilfried Haslauer (Platz 10; 107 Nennungen) sowie Neo-Landesrätin Doraja Eberle (Platz 19; 79 Nennungen) auch ins Zentrum des bundesweiten medialen Interesses.

Ein weiteres wichtiges Thema der letzten sieben Untersuchungstage stellte der Wiener Kassenstreit dar: Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (Rang 12; 100 Nennungen) bezeichnete nicht den Kassenvertrag, sondern die Finanzlage der WGKK als das eigentliche Problem. Sozialminister Herbert Haupt (Rang 13; 99 Nennungen) forderte den Rücktritt der beiden von der ÖVP gestellten Hauptverbandspräsidenten.

Im direkten Vergleich der Parteien dominiert in der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche klar die ÖVP: Sie konnte 17 ihrer Vertreter im Top-30-Ranking positionieren. Die FPÖ folgt mit sechs Repräsentanten vor der SPÖ mit drei Parteivertretern. Die Grünen sind mit Alexander Van der Bellen (Platz 26; 51 Nennungen) in der Wertung präsent. Außerdem im Ranking vertreten sind die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Platz 7; 121 Nennungen) und Bundespräsident Thomas Klestil (Platz 9; 108 Nennungen).

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsleitung
Tel.: +43 512 588 959-10
info@apa-mediawatch.at
http://www.apa-mediawatch.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005