Experten prüfen Wiens Nachhaltigkeitsstrategien

EU-Projekt PRESUD geht in die Endphase

Wien (OTS) - "Nachhaltige Entwicklung" ist als eines der
wichtigsten Ziele im Strategieplan der Stadt Wien verankert. Das von der EU finanzierte Projekt PRESUD ("Peer Reviews for European Sustainable Development"), an dem auch Wien teilnimmt, ermöglicht einen internationalen Erfahrungsaustausch und Wissensaufbau über Nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene. Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina: "In ganz Europa stehen Städte vor den gleichen Herausforderungen in der Daseinsvorsorge für ihre Bürgerinnen und Bürger. Der internationaler Erfahrungsaustausch ist zur Bewältigung dieser Aufgaben von entscheidender Bedeutung." Wien bekenne sich zur Nachhaltigkeit, so Kossina: "Die Bedürfnisse der heutigen Generation so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten unserer Kinder und Enkel daduch nicht eingeschränkt werden, ist ein Leitgedanke der Wiener Politik, der sich durch alle Bereiche zieht."

Neun europäische Städte nehmen an PRESUD teil

Das Projekt PRESUD untersucht, ob sich die von der OECD entwickelte "Peer-Review"-Methode eignet, Nachhaltige Entwicklung in europäischen Städten zu beurteilen. Neben Wien nehmen die europäischen Großstädte Birmingham (UK), Newcastle (UK), Nottingham (UK), Den Haag (NL), Leipzig (D), Malmö (S), Tampere (FIN) und Venedig (I) teil. Vom 19. bis 23. April war Wien erneut Schauplatz für ein ExpertInnentreffen im Rahmen des Projekts PRESUD. Gastgeberin des PRESUD-Teams war die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), die die Wiener Projektgruppe im Rahmen von PRESUD gemeinsam mit der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) leitet.

Die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung Dr. Karin Büchl-Krammerstätter: "Nachhaltige Entwicklung stützt sich auf eine gleichrangige Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Interessen. Dieser integrative und partnerschaftliche Ansatz ist Grundlage eines modernen Umweltverständnisses und ist uns daher besonders wichtig. Im Projekt PRESUD erproben wir gemeinsam mit unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen eine neue Methode, ob und wie Nachhaltige Entwicklung bewertet werden kann."

Acht VertreterInnen der Projekt-Partnerstädte führten Gespräche mit Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina und anderen StadtpolitikerInnen, VertreterInnen der Stadtverwaltung und NGOs. Es werden dabei vor allem jene Fortschritte der Stadt Wien in Richtung Nachhaltige Entwicklung durchleuchtet, die die Stadt seit dem Erhalt des sogenannten "Peer Review-Berichtes" vor 18 Monaten gemacht hat.

So profitieren die Partnerstädte vom Projekt PRESUD

Vor eineinhalb Jahren - im September 2002 - hat ein sogenanntes Review-Team Wien besucht. Ein Review-Team setzt sich aus jeweils fünf bis acht Personen - den sogenannten "Peers" - aus Politik und Stadtverwaltung der Projekt-Partnerstädte zusammen. Das Team bekommt vor seinem Besuch der zu untersuchenden Stadt umfassende Informationen und Unterlagen zur Vorbereitung. Erst dann wird vor Ort geprüft, ob und wie die jeweilige Stadt den ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung gerecht wird.

Als Ergebnisse dieser Untersuchungen werden den jeweiligen Projektverantwortlichen der Partnerstädte Berichte mit Verbesserungsvorschlägen überreicht. Nach 18 Monaten erfolgt eine weitere Beurteilung durch ein Review-Team, um den erzielten Fortschritt der Stadt in Richtung Nachhaltiger Entwicklung einzuschätzen. Der "Peer Review-Bericht" stellt eine wichtige externe Betrachtung für die jeweilige Stadt dar. Auch können die im Projekt geknüpften Kontakte zu anderen europäischen Städten für zukünftige Kooperationen genützt werden.

Für September 2004 ist eine große Abschlusskonferenz in Den Haag geplant, wo unter Teilnahme aller ProjektpartnerInnen die Ergebnisse des Projekts PRESUD einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Weitere Infos:

o http://www.presud.org/ o http://www.magwien.gv.at/ma22/presud.htm o http://www.magwien.gv.at/wua/2003/presud-tagung.htm

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) urb/wög

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Mathilde Urban
MA-22 Umweltschutz
Tel: (01) 4000-88303
urb@m22.magwien.gv.at

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