Frauen mobilisieren für Heinz Fischer

Wien (SK) "Wir beurteilen Frauen aufgrund ihrer Taten und Fähigkeiten, und da bringt es Benita Ferrero-Waldner einfach nicht", brachte Eva Rossmann als Sprecherin für das Unabhängige Frauenforum am Donnerstag im Rahmen der Multimedia-Präsentation "Frauenstimmen für Heinz Fischer" ihre Position zu den anstehenden Bundespräsidentschaftswahlen auf den Punkt. SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadelbauer erklärte in ihrer Rolle als Moderatorin der Veranstaltung: "Mit den zahlreichen Fraueninitiativen in den Ländern wollen wir die vielen Frauenstimmen, die für Heinz Fischer eintreten, sichtbar machen." Kritische Worte fand Rossmann für die Grünen: "Ich halte Wahlempfehlungen für antiquiert, aber ich verstehe nicht, warum sich ein Alexander van der Bellen nicht herstellen und sagen kann, wen er wählt." Mit dem jetzigen Verhalten werde suggeriert, dass es ohnehin egal sei, wen man wähle. Neben Rossmann, der SPÖ-Bundesfrauenvorsitzenden Barbara Prammer und der ehemaligen Frauenministerin Johanna Dohnal meldeten sich noch weitere "Frauenstimmen" aus den Bundesländern und aus vielen Bereichen des öffentlichen Raumes.****

SPÖ-Nationalratsabgeordnete Andrea Kuntzl berichtete von der "persönlichen Empörung sehr vieler Frauen", die jetzt zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Frau, die niemals auf ihrer Seite, auf der Seite der Frauen gestanden sei, jetzt auf dieser Woge in die Hofburg reiten wolle.

"Die ÖVP-Kandidatin hat in der Fernsehdiskussion gezeigt, dass sie keine Ahnung von der österreichischen Demokratie hat", stellte Irmtraut Karlsson, ehemalige SPÖ-Bundesfrauensekretärin und SPÖ-Nationalratsabgeordnete fest. Gerade in Zeiten einer komplizierten innenpolitischen Situation sei dies besorgniserregend, so Karlsson - mit dem Nachsatz. "Mit Ferrero-Waldner als Bundespräsidentin sehe ich schwarz für Österreich."

Die zweite Landtagspräsidentin in Oberösterreich Gerda Weichsler strich die außenpolitische Kompetenz Heinz Fischers hervor. In "Kurdistan" sei Heinz Fischer - anders als Benita Ferrero-Waldner - sehr bekannt, so Weichsler. Auf die Frage hin, warum das so sei, wurde Weichsler bei ihrem Besuch dort berichtet: "Heinz Fischer hat schon über das Kurdenproblem gesprochen, als noch niemand wusste, dass es dieses überhaupt gibt."

"Als Sprachwissenschafterin möchte ich sagen, 101 Sprachen kann Frau Ferrero-Waldner sicher nicht sprechen", so Ruth Wodak.

"Frauen in der Politik mussten immer Zähne zeigen, und zwar um sich durchzusetzen und nicht um zu grinsen", betonte die Ärztin und Gewerkschafterin Sabine Oberhauser.

"Ich wähle keinen biologischen Etikettenschwindel, kein Alter-Ego des Bundeskanzlers und keine lächelnde Löwin", legte sich die Künstlerin Michaela Spiegel fest - und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, "dass uns Heinz Fischer von der Damenhaft befreien wird".

"Ich erwarte mir von Heinz Fischer, dass er dem Amt des Bundespräsidenten wieder seine staatspolitische Funktion zurückgeben wird", unterstrich die Richterin Lilian Hofmeister.

Stefanie Vasold von der Sozialistischen Jugend Österreich stellte klar, warum junge Frauen Heinz Fischer wählen sollen: "Weil es mit Heinz Fischer möglich ist, die frauenpolitischen Errungenschaften zu verteidigen und weiter auszubauen."

Etenesh Hadis, Vertreterin der Afrikanischen Frauen, machte sich dafür stark, dass Benita Ferrero-Waldner doch im Ausland arbeiten solle, wenn sie ihre Kompetenzen auf diesem Gebiet immer so hervorhebe. Anders als Benita Ferrero-Waldner, die mehr für den PR-Bereich geeignet sei, sah Hadis in Heinz Fischer einen Politiker "mit Substanz".

Außerdem zu Wort meldeten sich noch viele andere Vertreterinnen der unabhängigen Initiative "Frauen für Heinz Fischer", darunter Helga Häupl-Seitz, die Kammersängerin Ulrike Steinsky, Marion Enzi, die Rechtsanwältin Helene Klaar, die Wissenschafterin Evelin List, die Direktorin Heidi Schrott, die Galeristin Miriam Charim, die Schauspielerin Brigitte Antonius. (Schluss)lm

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