ÖBB-Dienstrecht: Verhandlungen gehen weiter

Vorstand lehnt 37-Stunden-Woche sowie die Beibehaltung nicht marktkonformer Regelungen ab - Alternativ-Vorschläge werden neu geprüft und bewertet

Die Dienstrechtsverhandlungen werden fortgesetzt. Das erklärte der Vorstand unmittelbar nach der Verhandlungsrunde heute Vormittag. Nach wie vor offen ist eine Regelung der Arbeitszeit für Mitarbeiter im Turnusdienst. Die von der Gewerkschaft geforderte 37-Stunden-Woche lehnt der Vorstand ab. Alternativ-Vorschläge werden neu geprüft und bewertet.****

Nachdem der Vorstand die von der Gewerkschaft geforderte 37-Stunden-Woche für Mitarbeiter im Turnusdienst abgelehnt hatte, wurden heute Vormittag Alternativ-Vorschläge diskutiert. Dabei zeigte sich, dass mit den von der Gewerkschaft vorgeschlagenen Modellen die wirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können.

Über das Wochenende werden diese Modelle nochmals analysiert und bewertet, um neue Lösungsmöglichkeiten zu finden. Der Vorstand akzeptiert keine Lösungsmodelle, die gleiche Inhalte nur mit anderer Optik präsentieren und zu denselben wirtschaftlichen Belastungen führen.

Ziel ist es, die ÖBB wettbewerbsfähig zu machen und eine Situation zu schaffen, in der sich Leistung für Mitarbeiter bezahlt macht. Zudem spricht sich der Vorstand dafür aus, einzelne Berufsgruppen differenziert zu betrachten. Schwerarbeitende Mitarbeiter -beispielsweise im Verschubdienst - sollen demnach in Analogie zum Nachtschwerarbeitsgesetz behandelt werden.

Es ist im Interesse des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, als Privilegien geltende Regelungen so zu gestalten, dass sie den in der Industrie üblichen Standards entsprechen, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Wirtschaftsunternehmen gegeben ist. Maßstab für die Bewertung künftiger Regelungen sind die Entlohnungsschemata der Industrie.

Abschließend weist der Vorstand erneut auf die Bedeutung der Rechtssicherheit hin, die von der Gewerkschaft nach wie vor abgelehnt wird. Es muss im Sinne des Unternehmens und seiner Mitarbeiter aber sichergestellt sein, dass die Verhandlungsergebnisse rechtlich abgesichert umgesetzt werden können, so der ÖBB-Vorstand.

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